Alain Mafart

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Alain Mafart (* 1951) ist ein französischer Offizier, der in Neuseeland wegen Totschlag verurteilt wurde. Er war an der Aktion des französischen Geheimdienstes beteiligt, bei der das Schiff der Organisation Greenpeace Rainbow Warrior I in Auckland versenkt und der niederländische Journalist Fernando Pereira getötet wurde.[1]

Mafart war Agent des DGSE und stellvertretender Kommandeur eines Trainingscenters der französischen Marine in Korsika. Er wurde nach dem Anschlag auf das Schiff und dem Tod des Journalisten von der neuseeländischen Polizei festgenommen und zusammen mit seiner Kollegin Dominique Prieur angeklagt. Aufgrund eines strafprozessualen Deals bekannten sich beide für schuldig und wurden nicht wegen Mordes sondern wegen Totschlags ("Manslaughter") angeklagt und am 22. November 1985 zu einer Haftstrafe von 10 Jahren verurteilt. Aufgrund eines internationalen Abkommens zwischen Frankreich und Neuseeland durften die Verurteilten die Haftzeit in Französisch-Polynesien verbringen.[2]

Am 14. Dezember 1987 wurde Mafart nach Paris gebracht, da er sich über Magenschmerzen beklagte. Er kehrte nie nach Französisch-Polynesien zurück, was einen Verstoß gegen das Abkommen mit Neuseeland darstellte. 1988 schrieb er sich in der Militärakademie École de Guerre in Paris ein.[3]

Mafart wurde im Dezember 1993 zum Oberst befördert.

Er schrieb ein Buch über seine Rolle in dem Anschlag mit dem Titel Carnets secrets d’un nageur de combat: Du Rainbow Warrior aux glaces de l’Arctique (Geheime Notizen eines Marinetauchers: Von der Rainbow Warrior zu den arktischen Eisen).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Henri Astier: French expat recalls NZ bombing, BBC News, 8. Juli 2005.
  2. [1]
  3. Where are they now, Greenpeace.