Alajõe

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Alajõe
Wappen
Wappen
Flagge
Flagge
Staat: Estland Estland
Kreis: Ida-Virumaa lipp.svg Ida-Viru
Koordinaten: 59° 1′ N, 27° 26′ O59.012527.429166666667Koordinaten: 59° 1′ N, 27° 26′ O
Fläche: 109,61 km²
 
Einwohner: 654 (2012)
Bevölkerungsdichte: 6 Einwohner je km²
Zeitzone: EET (UTC+2)
 
Gemeindeart: Landgemeinde
Bürgermeister: Vladislav Ivanov

(Keskerakond)

Postanschrift: Valla 8
41001 Alajõe
Webpräsenz:
Karte von Estland, Position von Alajõe hervorgehoben

Die Landgemeinde Alajõe (Alajõe vald) liegt im Kreis Ida-Viru im Nordosten Estlands.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Landgemeinde hat eine Fläche von 109,61 km². In ihr leben 654 Einwohner (2012).[1] Alajõe liegt 22 km von der Hauptstadt des Landkreises, Jõhvi, entfernt.

Das Gemeindegebiet erstreckt sich entlang des Peipussees. Auf den Fischreichtum weist auch das Gemeindewappen hin.

Besonders die Sandstrände am Peipussee und die ausgedehnten Forstgebiete ziehen viele Urlauber und Naturliebhaber an. 72 Prozent des Gemeindegebiets sind von Wald bedeckt.

Sehenswert sind neben der alten Festung Vasnarva die orthodoxen Kirchen von Alajõe und Vasknarva.

Dörfer[Bearbeiten]

Neben dem Hauptort Alajõe gehören zur Landgemeinde die Dörfer Karjamaa, Katase, Remniku, Smolnitsa, Uusküla und Vasknarva.

Festung Vasknarva/Nyslott[Bearbeiten]

Ruinen der Festung Vasknarva

In Vasknarva (Vastne-Narva), am strategisch wichtigen Oberlauf der Narva, sind die Ruinen der alten Ordensburg von Vasknarva (russisch Syrenetz, niederdeutsch und schwedisch Nyslott) zu sehen. Die wurde zwischen 1427 und 1442 erbaut. Die Festung entstand an der Stelle eines durch Pleskauer Truppen zerstörten Vorgängerbaus, der 1349 in der Zeit des Ordensmeisters Goswin von Herike errichtet worden war.

Die Ordensburg wurde im Livländischen Krieg im 16. Jahrhundert fast dem Erdboden gleichgemacht, jedoch erneut wieder aufgebaut. Erst im für Schweden siegreichen russisch-schwedischen Krieg (sog. Ingermanländischer Krieg, 1610 bis 1617) wurde sie vollständig zerstört und – da aus strategischen Gründen nicht mehr notwendig – vermutlich aufgegeben

Zur Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert im Nordischen Krieg war sie nur noch Ruine. Steine der ehemaligen Festungsanlage wurden zum Bau des russischsprachigen Fischerdorfs Vasknarva verwendet.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landgemeinde Alajõe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://new.alajoevv.ee/yldinfo/elanikud-rahvastik/