Albanische Riviera

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Blick vom Llogara-Pass auf die Küste bis Korfu im Winter
Topographische Karte der Albanischen Riviera

Mit Albanischer Riviera (albanisch Riviera shqiptare) wird ein steiler Küstenabschnitt im Südwesten Albaniens bezeichnet. Die Riviera liegt am Ionischen Meer nördlich von Saranda und endet am Llogara-Pass (1027 m ü. A.) südlich von Vlora, wo die Adria beginnt. Der nördliche Teil der Riviera gehört zum Kreis Vlora, der südliche zum Kreis Saranda. Von den Albanern wird die Riviera oft einfach auch als Bregu, „die Küste“, bezeichnet. Das Ceraunische Gebirge trennt die Riviera vom Hinterland.

Der Hauptort der Riviera ist Himara. Zur Bashkia Himara zählen zudem neun Dörfer. Palasa ist das nördlichste, am Fuß des Llogara-Pass gelegen. Es folgen nach Süden Dhërmi, Gjileka, Ilias und Vuno. Pilor und Kudhës liegen in den Bergen östlich von Himara. Südlich an der Küste kommt Qeparo-Fusha und das darüber am Berg gelegene Qeparo. Zur südlich anschließenden Komuna von Lukova zählen die in den Bergen liegenden Dörfer Fterra und Çorraj sowie an der Küste Borsh, Qazim Pali, Piqeras, Sasaj, Lukova, Shën Vasil – das während der kommunistischen Diktatur Përparim hieß – und Nivica, das aber schon hinter dem Pass von Shën Vasil liegt.[1]

Das Gebiet liegt sehr abgelegen und ist nur auf schmalen, kurvenreichen Straßen zu erreichen. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus 1990/91 wurde die Riviera stark entvölkert. Insbesondere die jungen Bewohner suchten Arbeit in Griechenland, wie dies beispielhaft für den Ort Fterra dokumentiert wurde. In manchen Dörfern leben nur mehr alte Leute.

Tourismus[Bearbeiten]

Strand von Gjipe zwischen Dhërmi und Himara

Um das Jahr 2000 begann die Region sich allmählich touristisch zu entwickeln. Es entstanden diverse Hotels, Ferienwohnungen und Restaurants. Das größte und modernste Hotel ist das Rapos Resort Hotel in Himara. Die Küstenstraße ist seit Herbst 2008 neu ausgebaut. Auch die Zufahrtsstraße über den Llogara-Pass (Nationalstraße SH 8) ist entweder neu ausgebaut oder in gut befahrbarem Zustand. Bis 2011 wurden alle Stichstraßen zu den Stränden von Dhërmi bis zur Höhle von Lukova ausgebaut.[2][3][4][5]

Die meisten Touristen sind Albaner aus Albanien, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien sowie Emigranten auf Heimaturlaub. Außerhalb des Hauptorts Himara und dem Dorf Dhërmi ist die Landschaft jedoch noch überwiegend frei von Hotels und Restaurants. Das französische Reiseunternehmen Club Méditerranée plante bei Shën Vasil als erster westlicher Investor den Bau einer Hotelanlage. Die Bauarbeiten kamen bis 2009 über Jahre hinweg kaum voran, weil die lokale Bevölkerung wegen Streitigkeiten um Grundeigentum dagegen protestierte.[6] Club Méditerranée zog sich dann zwischenzeitlich aus Albanien zurück.[7]

Literatur[Bearbeiten]

  • Jano Koçi: Himara (Arkeologji – Histori – Kulturë – Himara sot). Shtëpia botuese Gent-Grafik, Tirana 2006, ISBN 99927-810-5-X.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Albanische Riviera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jano Koçi: Himara (Arkeologji – Histori – Kulturë – Himara sot), Shtëpia botuese Gent-Grafik, Tirana 2006, ISBN 99927-810-5-X
  2. Kryeministri Berisha inauguron fillimin e ndërtimit të rrugës plazhit Jalë. Abgerufen am 29. August 2012.
  3. Kryeministri Berisha inauguron fillimin e ndërtimit të rrugës së plazhit Dhërmi. Abgerufen am 29. August 2012.
  4. Kryeministri Berisha inauguron fillimin e ndërtimit të rrugës të plazhit Palasë. Abgerufen am 29. August 2012.
  5. Borshi, mrekullia e harruar e Jonit. Abgerufen am 27. April 2011.
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatReuters: Albania Club Med construction starts after protest. Abgerufen am 18. Januar 2009.
  7. Interactive Investor (15. September 2012): Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatClub Med quits Albania resort, cites land problems. Abgerufen am 17. Juni 2009.