Alec Issigonis

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Sir Alec Issigonis, eigentlich Alexander Arnold Constantine Issigonis (* 18. November 1906 in der damals zum Osmanischen Reich gehörigen und vorwiegend griechisch geprägten Stadt Smyrna, heute İzmir, Türkei; † 2. Oktober 1988 in Longbridge) war ein britischer Ingenieur griechischer Herkunft. Berühmt wurde er als Entwickler der Autos Morris Minor (1948–1971) und Austin Mini (1959–2000).

Lebenslauf[Bearbeiten]

Briefkopf der Maschinenfabrik Issigonis

Die Familie Issigonis stammte von der griechischen Insel Paros und ließ sich in Smyrna nieder, wo sie eine Maschinenfabrik betrieb. Alec Issigonis wurde geboren als Sohn von Konstantin Issigonis (Κωνσταντίνος Ισηγόνης), eines Griechen, und dessen bayerischer Gattin Hulda Prokopp. Bei der Vertreibung der Griechen aus Smyrna im September 1922 floh er mit seinen Eltern auf einem britischen Schiff nach England. Issigonis’ Vater überlebte die Flucht nicht und starb noch auf der Überfahrt.

Schon früh entdeckte Issigonis seine große Begabung für technische Zusammenhänge, und er beschloss, Automobilkonstrukteur zu werden. Nach einem dreijährigen Studium an der Battersea Polytechnic School in London, das er aber nicht abschloss, arbeitete er in verschiedenen Zeichen- und Konstruktionsbüros und wurde schließlich in die Konstruktionsabteilung von Morris aufgenommen.

Bei Morris (später mit Austin zur BMC zusammengeschlossen) hatte Issigonis (nach einem Intermezzo bei der noblen englischen Automarke Alvis) dann großen Erfolg mit der Entwicklung des Morris Minor und des legendären Kultautos Mini, mit dem die Zeit der querliegenden Frontmotoren begann. In Anerkennung seiner Leistungen im Automobilbau wurde er in den Adelsstand erhoben. 1971 wurde er vom damaligen BMC-Chairman Donald Stokes seines Amtes als technischer Direktor enthoben und in eine wenig bedeutende Ehrenfunktion abgeschoben, was de facto seine Versetzung in den Ruhestand bedeutete. Er arbeitete jedoch bis zu seinem Tod 1988 weiter an technischen Entwicklungen.

Weblinks[Bearbeiten]