Alexander Stewart, 1. Earl of Buchan

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Siegel von Alexander Stewart, 1. Earl of Buchan

Alexander Stewart, 1. Earl of Buchan[1], iure uxoris Earl of Ross[2], Lord of Badenoch (* um 1343; † 24. Juli 1394[3]), genannt Wolf of Badenoch, war ein schottischer Adeliger.

Leben[Bearbeiten]

Alexander Stewart war der vierte Sohn von Robert, zu dieser Zeit noch Truchsess von Schottland; seine Mutter war, auch wenn die Rechtmäßigkeit dieser Ehe angezweifelt wurde, dessen erste Ehefrau Elizabeth Mure von Rowallan.

Auf Betreiben von Margaret Drummond, zweiter Frau von König David II., wurde Alexander wegen seines Widerstandes gegen die englandfreundliche Politik von David II. im Januar 1368 gefangen genommen. Er wurde zu seinem Vater Robert und seinen drei Brüdern in Haft auf Loch Leven Castle gebracht; die Freilassung erfolgte erst 1370 – nach der Scheidung von David II. und kurz vor dessen Tod.

Nach der Krönung seines Vaters zu schottischen König wurde er 1372 wurde er zum „King's Lieutenant“ sowie zum obersten Richter aller Ländereien nördlich der Moray Firth ernannt, diese Ernennung führte 1380 zum (ersten) Zusammenstoß zwischen ihm und dem Bischof von Moray.

Im Sommer 1382 heiratete er Euphemia, 6. Countess of Ross; in dieser Zeit wurde er selbst zum „Earl of Buchan“ sowie zum „Lord of Badenoch“ ernannt. Er verließ seine Frau aber bereits wenig später wegen einer Geliebten namens Mariota. Euphemia wandte sich wegen diesem Ehebruch an die Bischöfe von Moray und von Ross. Sie erhielt Recht, Alexander wurde am 2. November 1389 exkommuniziert und zu einer Strafe von 200 £ verurteilt. Der „Wolf von Badenoch“ nahm Rache und brannte die Städte Forres und Elgin sowie die Kathedrale in Elgin nieder. Die darauf folgenden kirchliche Strafen ließen ihn jedoch reumütig werden. Nachdem er die Forderungen des Bischofs von Moray erfüllt und in Beisein sein Vaters, Buße abgelegt hatte, wurde ihm vom Bischof von St. Andrews schließlich die Absotution erteilt.

Er hatte sieben illegitime Nachkommen (möglicherweise alle mit Mariota); die Söhne Alexander, Andrew, Duncan, James, Walter und Robert sowie die Tochter Margaret (verheiratet mit Robert, Earl of Sutherland).

In der (heutigen Ruine) der Kathedrale von Dunkeld ist ein Grab mit liegender Statue und nahezu unleserlicher Inschrift zu finden, welches als seine letzte Ruhestätte angesehen wird.

Legende[Bearbeiten]

Um den Tod des „Wolfs“ rankt sich die Legende, dass er Schach mit dem Teufel gespielt habe: In Ruthven Castle, seinem letzten Herrensitz, wurde er von einem großen, dunkel gekleideten Mann besucht. Dieser wünschte eine Partie Schach mit Alexander zu spielen, wobei Alexander verlor. Als sein Gegner ihn matt setzte, erhob sich ein gewaltiges Unwetter; Wind, Donner und Blitz umtosten die Burg. Erst am nächsten Morgen legte sich der Sturm. Alexanders Männer wurden außerhalb der Burg gefunden, alle schwarz verbrannt, wie vom Blitz getroffen. Der „Wolf“ selbst lag tot in der Halle, äußerlich unversehrt, wenn auch aus seinen Stiefelsohlen alle Nägel herausgezogen waren. Zwei Tage später fand die Prozession zu seiner Bestattung statt. Der Sarg nahm die erste Stelle der Prozession ein, worauf sich wieder ein fürchterlicher Sturm erhob. Erst als der Sarg an die letzte Stelle „verlegt“ wurde, legte sich der Sturm.

Literatur[Bearbeiten]

  •  James Balfour Paul (Hrsg.): The Lord Lyon King of Arms: The Scots Peerage. Band 2, Douglas, Edinburgh 1909, Erskine, Earl of Buchan, S. 262 f. (online auf www.archive.org, abgerufen am 1. Juli 2014).
  •  Powicke & Fryde (Hrsg.): Handbook of British Chronology. London 1961.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Powicke & Fryde, 1961, S. 471
  2. Powicke & Fryde, 1961, S. 487
  3. Nach Paul, 1909 gibt es Hinweise, dass er bis zum 24. März 1406 lebte.
Vorgänger Amt Nachfolger
Titel neu geschaffen Earl of Buchan
1382–1394
Robert Stewart
Euphemia Earl of Ross
1382–1394
Alexander Leslie