Alfred Des Cloizeaux

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Alfred des Cloizeaux

Alfred Louis Olivier Legrand Des Cloizeaux (* 17. Oktober 1817 in Beauvais; † 6. Mai 1897 in Paris[1]) war ein französischer Mineraloge.

Des Cloizeaux wurde in Beauvais im französischen Département Oise geboren und studierte am Collège de France in Paris bei Jean-Baptiste Biot. Später wurde er Professor für Mineralogie an der Ecole Normale Superieure und danach am Museum für Naturgeschichte in Paris. Er befasste sich mit den isländischen Geysiren und publizierte über die Klassifikation von Eruptivgesteinen. Sein Forschungsschwerpunkt lag jedoch auf der Kristallsystematik (u.a. derjenigen von Feldspat) und den optischen Eigenschaften von Mineralien (insbesondere im polarisierten Licht).

1869 wurde Des Cloizeaux Mitglied der Académie des Sciences, und 1889 deren Präsident. 1870 erhielt er die Rumford-Medaille der Royal Society, in die er 1875 als „Foreign Member“ gewählt wurde. 1886 wurde ihm die Wollaston-Medaille der Geological Society of London verliehen.

Cloizeaux gilt zusammen mit Augustin Alexis Damour als Erstbeschreiber des Minerals Chalkomenit.[2]

Ihm zu Ehren erhielt das Mineral Descloizit seinen Namen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die kleine Enzyklopädie, Encyclios-Verlag, Zürich, 1950, Band 1, S. 348
  2.  Hugo Strunz, Ernest H. Nickel: Strunz Mineralogical Tables. 9. Auflage. E. Schweizerbart'sche Verlagsbuchhandlung (Nägele u. Obermiller), Stuttgart 2001, ISBN 3-510-65188-X, S. 273.