Allon-Plan

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Der Allon-Plan: auch die blauen Gebiete sollten an Israel angegliedert werden, den Palästinensern sollten nur die grünen Zonen bleiben

Der Allon-Plan ist ein 1967 vom stellvertretenden Ministerpräsidenten Israels, Jigal Allon, vorgestelltes Konzept zur Besiedlung des Westjordanlandes (Westbank).

Der Plan wurde noch erweitert und lag 1970 in der Endfassung vor, er beinhaltete im Wesentlichen zwei große Punkte:

  • Das Jordantal, Ostjerusalem und Umgebung, die judäische Wüste vom Toten Meer bis Hebron sowie das Gebiet von Gusch Etzion sollten israelisch besiedelt und Teil des israelischen Staatsgebietes werden, aus militärischen und religiös-nationalen Gründen. Jerusalem sollte mit dem arabischen Ostteil vereint werden und wegen seiner für das Judentum einzigartigen religiösen Stätten die so genannte "ewige und ungeteilte Hauptstadt Israels" bilden.
  • Die dicht arabisch besiedelten Bergrücken im Norden und Süden der Westbank sollten arabisch bleiben. Zunächst wurde hier die Bildung eines arabisch-palästinensischen Kleinstaates favorisiert, jedoch kam die israelische Regierung schnell zu der Überzeugung, diese Gebiete einschließlich eines Korridors bei Jericho Jordanien als Basis für Friedensverhandlungen anzubieten. König Hussein lehnte den israelischen Vorschlag Ende September 1968 ab mit der Begründung, die Lösung könne er seinem Volk nicht erklären, wenn sie dem "arabischen Bewusstsein" nicht akzeptabel sei.

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