Alternative Manga

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Alternative Manga oder Underground-Manga sind japanische Comics, die nicht primär für den kommerziellen Manga-Markt produziert werden. Auch Manga, die sich in Zeichen- bzw. Erzählstil oder Thema von üblicherweise in Manga-Magazinen vorkommenden Manga unterscheiden, werden als „alternativ“ bezeichnet.

Anfänge[Bearbeiten]

Die ersten alternativen Manga erschienen nach dem Zweiten Weltkrieg in japanischen Leihbüchereien. Dieser eigenständige Markt ermöglichte Künstlern große Freiheiten und brachte die ersten Manga hervor, die sich entgegen dem damals vorherrschenden Trend zu Jugend-Manga an eine erwachsene Leserschaft richteten.

1957 begann der Zeichner Yoshihiro Tatsumi, realistische und düstere Bildergeschichten zu zeichnen. Da er seine Werke nicht Manga (zwanglose/ungezügelte Bilder) nennen wollte, bezeichnete er sie als Gekiga (dramatische Bilder). Während die ersten Gekiga nach wie vor in Leihbüchereien erhältlich waren, wurde dieses Genre durch Zeichner wie Sanpei Shirato und Takao Saitō rasch so populär, dass dafür eigene Magazine gegründet wurden.

Garo[Bearbeiten]

Das von Katsuichi Nagai gegründete, im September 1964 erstmals erschienene Alternativ-Magazin Garo traf durch die autobiographische und surreale Erzählweise seiner Werke den Nerv der Jugendbewegung der 1960er-Jahre und wurde rasch bekannt. Zahlreiche Zeichner wie z. B. Yoshiharu Tsuge, die in den 1950ern für Leihbüchereien gezeichnet hatten, wechselten nun zum Magazin. Obwohl Garo es sich zur Aufgabe machte, neue Zeichentalente zu fördern, beinhaltete es auch populäre Serien wie etwa das Gekiga-Drama Kamui von Sanpei Shirato.

Aufgrund von Garos Erfolg wandten sich auch viele andere Magazine in eine ähnliche Richtung. Zeichner wie Osamu Tezuka, die ursprünglich nur Manga für Kinder zeichneten, veröffentlichten nun Manga für erwachsene Leser. Tezuka gründete sogar ein eigenes experimentelles Magazin COM. Für dieses arbeiteten unter anderem Künstler wie Murasaki Yamada, die nach der Einstellung von COM zu Garo wechselten.

Garo erhielt auch Konkurrenz durch Magazine wie Big Comic und Manga Action, die von Mainstream-Verlagen geschaffen wurden, um Gekiga zu fördern und damit ebenfalls großen Erfolg hatten.

In den 1980ern sank die Auflagenzahl von Garo stetig, bis das Magazin Anfang der 2000er schließlich eingestellt wurde. In den letzten Jahren wurden zwar weiterhin Mangas junger Talente wie Kiriko Nananan, Usamaru Furuya oder Suehiro Maruo veröffentlicht, neue Erfolgsserien wie Kamui erschienen allerdings nicht.

Weitere Entwicklung[Bearbeiten]

Nach der Einstellung wechselten viele Mangaka von Garo zu AX, das als Nachfolger von Garo gilt. Zudem veröffentlichte der Shogakukan-Verlag, einer der etabliertesten Manga-Verlage Japans, mit Ikki ab den 2000ern ein weiteres alternatives Manga-Magazin. Dieses erregte mit Manga-Serien wie Freesia und No. 5 Aufsehen und konnte sich bald eine Stammleserschaft sichern.

Alternative Mangaka wie Katsuhiro Otomo (bekannt durch Akira) ließen sich zudem vermehrt von europäischen und amerikanischen Comics beeinflussen. Dies verstärkte sich in den 1990er-Jahren mit der Bewegung La Nouvelle Manga, mit der die enge Zusammenarbeit französischer Comiczeichner und japanischer Underground-Mangaka bezeichnet wird. Begründet von Frédéric Boilet, nahmen an dieser Bewegung unter anderem auch Kan Takahama und Jirō Taniguchi teil.

Bewegungen[Bearbeiten]

Bekannte Underground-Mangaka[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]