Altmark (Schiff)

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Altmark
Die Altmark Anfang 1940 im norwegischen Jøssingfjord

Die Altmark Anfang 1940 im norwegischen Jøssingfjord

p1
Schiffsdaten
Flagge Deutsches ReichDeutsches Reich (Dienstflagge) Deutsches Reich
andere Schiffsnamen

Uckermark

Schiffstyp Trossschiff
Klasse Dithmarschen-Klasse
Bauwerft Howaldtswerke, Kiel
Baunummer 750
Stapellauf 13. November 1937
Indienststellung 14. November 1938
Verbleib Am 30. November 1942 explodiert
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
178,25 m (Lüa)
174,65 m (KWL)
Breite 22,0 m
Tiefgang max. 9,3 m
Verdrängung 20858
 
Besatzung 94 bis 208 Mann
Maschine
Maschine 4 MAN 9-Zyl.-Diesel
Maschinen-
leistung
22.000 PS (16.181 kW)
Geschwindigkeit max. 20,9 kn (39 km/h)
Propeller 2 vierflügelig ∅ 5,2 m
Bewaffnung
  • 3 × 15,0-cm-L/48-Tk
  • 2 × 3,7-cm-Flak
  • 4 × 2,0-cm-Flak
  • 8 × MG

Die Altmark war ein deutsches Tank- und Versorgungsschiff, das in den ersten Monaten des Zweiten Weltkrieges als Trossschiff der Kriegsmarine das Panzerschiff Admiral Graf Spee im Nord- und Südatlantik zu versorgen hatte. Benannt wurde es nach der Kulturlandschaft Altmark.

Da es in der deutschen Reichs- und Kriegsmarine üblich war, dass die zu bauenden Schiffe erst bei der Taufe ihren Namen erhielten, wurde die Altmark unter der Baubezeichnung „Troßschiff A“ als dritte Einheit einer aus neun Schiffen bestehenden geplanten Klasse, der späteren Dithmarschen-Klasse, gebaut. Unter der Baunummer 750 wurde ihr Kiel am 15. Juni 1936 bei der Howaldtswerke AG in Kiel gelegt.

Sie lief sie am 13. November 1937 vom Stapel und wurde ein Jahr später, am 14. November 1938, in Dienst gestellt.

Altmark-Zwischenfall[Bearbeiten]

Hauptartikel: Altmark-Zwischenfall

Das Schiff erlangte im Vorfeld der deutschen Invasion Norwegens durch den nach ihm benannten „Altmark-Zwischenfall“ einige Bedeutung. Dabei wurde die Altmark, die sich mit 303 gefangenen britischen Seeleuten an Bord auf dem Rückweg vom Südatlantik nach Deutschland befand, am 16. Februar 1940 in Hoheitsgewässern des neutralen Norwegen von dem britischen Zerstörer HMS Cossack aufgebracht. Die britischen Seeleute wurden befreit, wobei sieben deutsche Seeleute durch eine Schießerei ums Leben kamen.

Da Norwegen die Respektierung seiner Neutralität während des Zwischenfalls nicht energisch verteidigte, sondern sich auf einen Protest beschränkte, kamen auf deutscher Seite Zweifel am Willen der norwegischen Regierung auf, in Zukunft die Neutralität des Landes zu wahren.

Verbleib[Bearbeiten]

Die Altmark kehrte nach Deutschland zurück und wurde in Uckermark umbenannt. Am 9. September 1942 lief die Uckermark von Frankreich aus und versorgte auf ihrer Fahrt nach Japan am 24. September den Hilfskreuzer Michel. Am 10. November erreichte sie Shonanto und transportierte von dort 5500 ts Benzin nach Yokohama, wo sie am 24. November eintraf. Am 30. November 1942 lag das Schiff dort vor Anker, neben dem Hilfskreuzer Thor und dem australischen Passagierschiff Nankin, das die Thor im März aufgebracht hatte. Die Besatzung saß beim Mittagessen, als eine gewaltige Explosion das Schiff zerriss. Die Uckermark, die Thor und die Nankin sanken. Grund der Explosion war vermutlich ein Funke, der bei Reparaturarbeiten in der Nähe der Ladetanks (das Schiff hatte vorher eine Teilladung Benzin befördert) verursacht worden war. Bei der Explosion kamen 53 Menschen ums Leben.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Altmark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien