Aluminiumnatriumdioxid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Aluminiumnatriumdioxid
Kristallstruktur von Aluminiumnatriumdioxid
__ Al3+       __ Na+      __ O2−
Allgemeines
Name Aluminiumnatriumdioxid
Andere Namen
  • Natriumaluminat
  • Natriummetaaluminat
Verhältnisformel AlNaO2
CAS-Nummer 1302-42-7
PubChem 14766
Kurzbeschreibung

weißer geruchloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 81,97 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,52 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

1650–1850 °C[1]

Löslichkeit

löslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
05 – Ätzend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 314
P: 260​‐​301+330+331​‐​303+361+353​‐​305+351+338​‐​405​‐​501Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][1]
Ätzend
Ätzend
(C)
R- und S-Sätze R: 34
S: 20​‐​26​‐​36/37/39​‐​45
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Aluminiumnatriumdioxid oder auch Natriummetaaluminat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Metalloxide, Natriumverbindungen und Aluminiumverbindungen, genauer der Natriumaluminate. Es kristallisiert in einer orthorhombischen Struktur (Raumgruppe Pna21), die aus eckenverküpften AlO4-Tetraedern besteht[3]. Die Na+-Ionen sind ebenfalls tetraedrisch von O2–-Ionen umgeben.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Natriumaluminate allgemein entstehen bei Einwirkung von Natronlauge auf Aluminiumsalze, wobei die Natronlauge im Überschuss eingesetzt wird und eine Natriumaluminat-Lösung entsteht.

\mathrm{2 \ Al + 2 \ NaOH + 2 \ H_2O \longrightarrow} \mathrm{2 \ NaAlO_2 + 3 \ H_2}

Verwendung[Bearbeiten]

Aluminiumnatriumdioxid findet als Flockungsmittel in der Abwasserklärung, als Bauchemikalie (Schnellhärter für Beton[4]) und zur Herstellung von Lacken und Seifen Verwendung. Von weitaus höherer technischer Bedeutung ist die Natriumaluminat-Lösung.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Eintrag zu CAS-Nr. 1302-42-7 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 19. September 2009 (JavaScript erforderlich)
  2. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  3. J. A. Kaduk, S.-Y. Pei: The crystal structure of hydrated sodium aluminate, Na Al O2·5/4 H2O, and its dehydration product. In: Journal of Solid State Chemistry, 1995, 115, S. 126–139.
  4. Patent DE60001390: Schnellhärtender Zement enthaltend Kalk und Aluminate. Angemeldet am 2. März 2000, veröffentlicht am 11. Dezember 2003, Anmelder: Italcementi S.p.A., Erfinder: Umberto Costa, Lorenzo Barcella.