Ammoniumeisen(III)-citrat

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Strukturformel
Strukturformel von Ammoniumeisen(III)-citrat
Allgemeines
Name Ammoniumeisen(III)-citrat
Andere Namen
  • Ammoniumeisencitrat
  • Ammonium-Eisen-III- 2-hydroxy- 1,2,3-propantricarboxylat
  • Ferriammoniumcitrat
Summenformel C6H8O7·nFe·nH3N
CAS-Nummer 1185-57-5
Kurzbeschreibung

dunkelbrauner, fast geruchloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 261.974 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Löslichkeit

sehr gut in Wasser (1200 g·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze [1]
Toxikologische Daten

2000 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[2]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Ammoniumeisen(III)-citrat, auch bekannt als Ammoniumeisencitrat, Eisenammoniumcitrat, Ferriammoniumcitrat oder zitronensaures Eisen, bildet nichtstöchiometrische, je nach Eisengehalt grüne (14,5 – 16 % Fe) bis braune (16,5 – 28 % Fe) gut wasserlösliche Kristalle[3] die leicht nach Ammoniak riechen. Die in Ethanol wenig löslichen Kristalle zerfließen an Luft und zersetzen sich durch (Sonnen-)Licht.

Verwendung[Bearbeiten]

Es wird hauptsächlich zur Fotosensibilisierung verwendet. Mit Lösungen aus Ammoniumeisencitrat, Weinsäure und Silbernitrat imprägnierte Stoffe können als Fotopositiv mit Brauntönen verwendet werden.

Ammoniumeisen(III)-citrat wird sowohl in der Cyanotypie[4], als auch in der Medizin, hier zur Behandlung von Eisenmangelanämie[3], verwendet.

Darstellung[Bearbeiten]

Ammoniumeisen(III)-citrat kann durch Neutralisation von Citronensäure mit Eisen-(III)-hydroxid und Ammoniak hergestellt werden.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Datenblatt Ammoniumeisen(III)-citrat (PDF) bei Merck, abgerufen am 19. Januar 2011.
  2. Eintrag Ammoniumeisen(III)-citrat bei ChemIDplus
  3. a b c  Franz von Bruchhausen, Siegfried Ebel, Eberhard Hackenthal: Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis: Stoffe A-K. Springer DE, 1999, ISBN 978364258387-2, S. 73 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Gesellschaft für photografische Edeldruckverfahren: Cyanotypie, abgerufen am 22. Mai 2013.