Ammoniumperrhenat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kristallstruktur
Strukturformel von Ammoniumperrhenat
__ N3−     __ H+     __ Re7+     __ O2−
Allgemeines
Name Ammoniumperrhenat
Andere Namen
  • Metaperrheniumsäureammoniumsalz
  • Rheniumstandardlösung
Verhältnisformel NH4ReO4
CAS-Nummer 13598-65-7
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 268,24 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

3,97 g·cm−3 (25 °C)[1]

Löslichkeit

wenig löslich in Wasser (8,72 g·l−1 bei 30 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
03 – Brandfördernd 07 – Achtung

Gefahr

H- und P-Sätze H: 272​‐​315​‐​319​‐​335
P: 220​‐​261​‐​305+351+338 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Brandfördernd Reizend
Brand-
fördernd
Reizend
(O) (Xi)
R- und S-Sätze R: 8​‐​36/37/38
S: 17​‐​26​‐​36
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Ammoniumperrhenat ist eine anorganische chemische Verbindung aus der Gruppe der Perrhenate.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Ammoniumperrhenat kann durch Reaktion von einer Perrheniumsäurelösung mit Ammoniak gewonnen werden.[2]

\mathrm{NH_3 + HReO_4 \longrightarrow NH_4ReO_4}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Ammoniumperrhenat ist ein weißer Feststoff,[1] der wenig löslich in Wasser ist. Er zerfällt bei 400 °C in Rhenium(IV)-oxid, Wasser und Stickstoff. Er besitzt eine tetragonale Kristallstruktur vom Scheelit-Typ mit der Raumgruppe I41/a (a = 587,1 pm, c = 1294,2 pm).[2]

Verwendung[Bearbeiten]

Die bei der Reduktion von Ammoniumperrhenat mit 2-Hydrazinopyridin und Triphenylphosphin entstehenden Rhenium(III)-organohydrazide sind potenzielle Radiopharmaka.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Datenblatt Ammonium perrhenate, 99.999% trace metals basis bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 2. August 2013 (PDF).
  2. a b c  Georg Brauer: Handbuch der präparativen anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band III, Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1633.
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.