Ammuna

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Ammuna war ein hethitischer Großkönig, der nach der mittleren Chronologie etwa 1550 bis 1530 v. Chr. regiert haben könnte[1]. Die exakte Datierung der Regierungszeit Ammunas ist unklar. Allerdings entstand während ihr ein Annalentext, ähnlich dem anderer Großkönige.

Ammuna war der Sohn Zidantas, der durch Mord an seinem Vater Großkönig geworden war. Während seiner Herrschaft wurde das Reich von einer Dürreperiode heimgesucht. Telipinu beschreibt diese Situation: Und die Götter suchten ihn und sein Land heim wegen der Bluttat an seinem Vater Zidanta. In seiner Hand gediehen Getreide, Wein, Rinder und Schafe nicht.

Stammbaum Ammunas[2][3][4]
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hattušili I.
 
Schwester Hattušilis I.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Sohn Hattušilis I.
 
Labarna
 
weitere Geschwister Labarnas
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Muršili I.
 
Harapšili
 
Hantili I.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Tochter Muršilis I.
 
Zidanta I.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ammuna
 

Im weiteren Verlauf erwähnt Telipinu weitere Probleme des Landes: Die Länder wurden gegen Ammuna feindlich, darunter waren Adanija, Arzawija, Sallapa, Parduwata und Ahhulassa. Wohin seine Soldaten zu Felde zogen, da kamen sie nicht erfolgreich zurück. Die Hurriter überfielen von Osten her das Land und sogar die Hauptstadt Hattuša geriet in Gefahr. In dieser Situation verstarb Ammuna, der jedoch nicht einem eigenen Staatsstreich zum Opfer fiel, sondern eines natürlichen Todes starb. Die dafür übliche Redewendung lautete: Als Ammuna Gott geworden war.

Die Grabenkämpfe um die Thronfolge erklärt Telipinu:

„Zuru, der Anführer der Leibwächter, schickte in jenen Tagen heimlich seinen Sohn, den Goldlanzenträger Tahurwaili, und dieser ermordete die Familie des Tittija mitsamt dessen Söhnen. Auch den Tahursu, den Kurier, schickte Zuru, und dieser ermordete den Hantili mitsamt dessen Söhnen. Huzzija wurde zum neuen König ausgerufen. Seine fünf Brüder wies er Besitzungen zu mit den Worten: "Mögen Sie gehen und dort bleiben. Sie mögen essen und trinken, Böses soll ihnen aber niemand zufügen. Obwohl sie mir Böses taten, werde ich ihnen nichts Böses antun".“

Annalen des Telipinu[5]

Literatur [Bearbeiten]

Anmerkungen und Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Veenhof (2001): 314.
  2. Jörg Klinger: Die Hethiter, Verlag C.H.Beck oHG, München 2007, ISBN 978-3-406-53625-0
  3. Johannes Lehmann: Die Hethiter, Volk der tausend Götter, C. Bertelsmann Verlag, München 1975, ISBN 3-570-02610-8
  4. Waltraud Sperlich: Die Hethiter, Das vergessene Volk, Jan Thorbecke Verlag GmbH, Ostfildern 2003, ISBN 3-7995-7982-6
  5. Hans-Martin Kümmel: Der Thronfolgeerlass des Telipinu In: Otto Kaiser (Hrsgb.): Texte aus der Umwelt des Alten Testaments, Bd. 1 - Alte Folge -, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1985, S. 467.


Vorgänger Amt Nachfolger
Zidanta I. hethitischer Großkönig
16. Jahrhundert v. Chr.
Huzzija I.