Amstrad

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Amstrad Plc
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Rechtsform Public Limited Company
Gründung 1968
Sitz Essex, Vereinigtes Königreich
Leitung Alan Sugar (Vorsitzender und CEO)
Mitarbeiter 85 (2005)
Umsatz 91,65 Million GBP (2006)
Branche Informationstechnik
Website www.amstrad.com

Das britische Computer-Unternehmen Amstrad wurde 1968 von Alan Sugar gegründet und startete als Handelsunternehmen für alle Arten von elektrischen Gütern. Der Name Amstrad steht für Alan Michael Sugar Trading. Über das erste verkaufte Produkt ist von Sugar ein Zitat überliefert: „Schrecklich“. Bekanntheit erlangte auch die Sekretärin von Mr. Amstrad; Mrs. Joyce lieferte den Namen für ein weit verbreitetes Schreibcomputersystem, den PCW.

Amstrad PPC512
Amstrad ACL-386SX120, 4MB Speicher, 120MB Festplatte, Windows 3.1

In Deutschland und in weiteren Ländern wurde das Unternehmen von Alan Sugar vor allem durch die Heimcomputerbaureihe CPC (Color Personal Computer) bekannt, die in Deutschland von der Schneider Computer Division in Türkheim vertrieben wurde. Schneider produzierte später den Schneider Euro PC unabhängig von Amstrad.

Amstrad kaufte 1986 die Firma Sinclair Research nach betrieblichen Schwierigkeiten auf und führte deren Spectrum-Heimcomputerreihe (ZX80, ZX81, Spectrum 16/48k, Spectrum128, Spectrum+, QL) mit den Typen Spectrum 2 und 3 fort. Nach Aufkommen der IBM-PCs und einigen eigenen Rechnern auf diesem Gebiet zog man sich aus dem weitgehend auf modulare Systeme gegründetem neuen Markt zurück. Amstrads Stärke beruhte hier nicht zuletzt auf guten und billigen Komplettsystemen.

Weitere Produkte der Firma kommen aus dem braunen Bereich: Hi-Fi, Unterhaltungselektronik, Haushaltselektrik. Hochentwickelte e-mail-fähige Bildtelefone werden hier neben TV-Satellitentechnik vertrieben. Die deutsche Division von Amstrad wurde 1999 von der Metabox AG übernommen.

Am 31. Juli 2007 übernahm der britische Pay-TV Anbieter BSkyB Amstrad vollständig.[1]

Computermodelle von Amstrad (Auswahl)[Bearbeiten]

  • die CPC-Heimcomputerreihe
  • die PCW-Serie (Joyce, Schreibsysteme auf CP/M-Basis)
  • die Notepad-Serie NC: NC100, NC150, NC200
  • die späte Sinclair-Heimcomputer-Reihe:
    • Spectrum 2+ (Spectrum 2, 2+, 2+A und 2+B, 2.2)
    • Spectrum 3+
  • der PPC640D bzw. PPC512, frühe Notebooks mit großer Tastatur, halbgroßem LC-Display und zehn Batterien. MS-DOS mit Amstrad-Erweiterungen.
  • der PDA600 - ein sehr früher Organizer im Newton-Stil
  • der PC1512 bzw. PC1640, IBM-PC-kompatible Komplettsysteme, wahlweise mit zwei Diskettenlaufwerken oder einem Disketten- und einem Festplattenlaufwerk (CP/M, DOS-kompatibel, zum Teil mit anderen Systemen geliefert)
  • der PC20, ein kleiner IBM-kompatibler im Amiga/Atari-ST-Typ-Gehäuse. MS-DOS und GEM. Auch unter dem Namen Sinclair vermarktet.
  • der MegaPC, ein schlanker IBM-kompatibler PC mit integrierter Spielkonsole Sega Mega Drive, durch Verschieben der Frontblende umstellbar. Die Hardware des jeweilig anderen Systems wurde mitbenutzt.
  • der ACL 286 und ACL 386 sowie ALT 286 und ALT 386, Laptop-Systeme mit Intel 80286- bzw. 80386-Prozessor.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Amstrad – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://news.bbc.co.uk/2/hi/business/6923517.stm