Andrea Appiani

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Andrea Appiani: Apotheose Napoleons (im Palazzo Reale, Mailand), 1807

Andrea Appiani (* 23. Mai 1754 in Mailand; † 8. November 1817 ebenda[1]) war ein italienischer Maler des Klassizismus, der von seinen Zeitgenossen der Maler der Grazien genannt wurde.

Leben[Bearbeiten]

Appiani war ein Autodidakt, der vor allem durch genaue Studien der Blüteperiode italienischer Wandmalerei, besonders der Raffaelschen, einen eigenen Stil entwickelte. In Mailand finden sich seine Werke in fast allen Palästen und Kirchen. Napoleon I. ernannte ihn zum Hofmaler und gewährte ihm ein festes jährliches Gehalt. Nach dessen Sturz 1815 wurde Appiani nahezu mittellos und lebte vom Verkauf seiner Werke, er erlitt zwei Schlaganfälle.

Als herausragende Werke gelten die Fresken aus dem Mythos von Amor und Psyche in der königlichen Villa zu Monza, die Kuppelgemälde in der Kirche Santa Maria di San Celso zu Mailand und Apollo mit den Musen in der Villa Bonaparte.

Werke (Auszug)[Bearbeiten]

  • Porträt Napoleon Bonaparte als König von Italien, 1805, Öl auf Leinwand, ca. 90×70 cm, signiert und datiert auf Postament links und rechts: "A. APPIANI FEC MDCCCV", Heeresgeschichtliches Museum, Wien.[2]
  • Allegorie auf den Frieden von Pressburg, 1808, Öl auf Leinwand, 38×46 cm, Puschkin-Museum, Moskau
  • Porträt Eugène de Beauharnais, um 1800, Bleistift/Aquarell, 15×12 cm, Museo Correr, Venedig
  • Porträt Madame Hamelin, 1798, Öl auf Leinwand, 70 × 55 cm, Musée Carnavalet, Paris

Galerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Fernando Caruso: Andrea Appiani: (1754-1817). Paris 1990.
  • Erwin Redlinger: Andrea Appiani: ein Maler des italienischen Empire. Dissertation an der Universität Würzburg, 1922.
  • Alessandra Zanchi: Andrea Appiani. CLUEB, Bologna 1995. (arte contemporanea; 8) ISBN 88-8091-162-7.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Andrea Appiani – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Laut BLKÖ geboren und gestorben in Bosisio
  2. Manfried Rauchensteiner, Manfred Litscher: Das Heeresgeschichtliche Museum in Wien, Verlag Styria, Wien 2000, ISBN 3-222-12834-0, S. 69.