Andrea Gabrieli

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Andrea Gabrieli

Andrea Gabrieli (* um 1510 in Venedig; † 1586 ebenda) war ein italienischer Organist und Komponist.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Gabrieli war ein Schüler des in Venedig als Kapellmeister des Markusdoms wirkenden Niederländers Adrian Willaert. 1536 wurde er Sänger an San Marco. Danach wirkte er für einige Zeit in Verona bei Vincenzo Ruffo, bevor er an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrte, wo er zunächst zweiter und ab 1585 erster Organist war. Sein Neffe Giovanni Gabrieli war einer seiner Schüler.

Seine zahlreichen Werke, meist Motetten, Messen, Psalmen etc., erschienen zu Venedig und Nürnberg im Druck.

Er gilt als der bedeutendste Komponist der venezianischen Tonschule und einer der einflussreichsten der Renaissance überhaupt. Seine Wirkung reichte bis weit nach Deutschland hinein. Seine Schüler waren unter vielen anderen auch Gregor Aichinger, Hans Leo Haßler und Rogier Michael. Er verhalf der Dur- und Mollharmonik zum Durchbruch und war seinen Zeitgenossen auch in der Präzision seiner instrumentalen Vorgaben weit voraus.

[Bearbeiten] Hörbeispiel aus Altro Madrigali et Ricercari Di Andrea Gabrieli (postum Venedig 1589)

Ricercar del Sesto Tuono, gekürzt, Venedig 1589, 2,86 MB?/i

[Bearbeiten] Ausgaben

  • Sämtliche Werke für Tasteninstrumente (herausgegeben von Giuseppe Clericetti), 6 Bände + Kritischer Bericht, Wien 1997–1999, Doblinger (Diletto Musicale 1141-46, 09671).

[Bearbeiten] Literatur

  • Andrea Gabrieli e il suo tempo. Atti del convegno internazionale (F. Degrada) Venezia 16–18 settembre 1985. Firenze 1987, Olschki.
  • Giuseppe Clericetti: Le composizioni per strumenti a tastiera di Andrea Gabrieli. Catalogo, bibliografia, varianti. In: L'Organo. Band XXV–XXVI (1987–1988), S. 9–62.
  • Giuseppe Clericetti: Martin menoit son pourceau au marché: due intavolature di Andrea Gabrieli. In: Musicus Perfectus. Studi in onore di Luigi Ferdinando Tagliavini nella ricorrenza del LXV. compleanno. Bologna 1995, Pàtron, S. 147–183.
  • Giuseppe Clericetti: Una terra di nessuno: le tre Messe per organo di Andrea Gabrieli. In: Fiori Musicologici. Studi in onore di Luigi Ferdinando Tagliavini nella ricorrenza del suo LXX. compleanno. Bologna 2001, Pàtron, S. 139–170.
  • Gabrieli. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 6, Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1892, S. 822.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Andrea Gabrieli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen