Andreas Meurer

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Andreas Meurer (2012)
Andreas Meurer
Rostock, 7. Juni 2007

Andreas Meurer, genannt Andi, (* 24. Juli 1962 in Essen) ist ein deutscher Musiker, Bassist und Songwriter der Band Die Toten Hosen.

Biografie[Bearbeiten]

Andreas Meurer wuchs mit seinem älteren Bruder Joachim in Mettmann auf und besuchte dort das Konrad-Heresbach-Gymnasium, das er mit Abitur abschloss. Durch einen einjährigen Schüleraustausch mit Amerika kam Meurer mit dem Punk in Berührung, was man nach seiner Rückkehr deutlich spüren konnte. Hieraus entstanden Probleme mit seinem Vater, der ihm Hausverbot erteilte, und Meurer musste sich durch Jobs wie Plakate kleben, Prospekte verteilen oder als Roadie die Miete für seine Wohnung selbst finanzieren.[1]

In der Zeit von 1978 bis 1982 war Meurer Roadie bei der Düsseldorfer Punkband ZK. 1982 gründete er zusammen mit Campino, Andreas von Holst, Michael Breitkopf, Trini Trimpop und Walter November die Band „Die Toten Hosen“ und spielt dort bis heute die Bassgitarre. Anfangs konnte Meurer technisch nur mit zwei Saiten seiner Bass-Gitarre sicher umgehen und wickelte die übrigen Saiten ab. Nach dem Album Ein kleines bisschen Horrorschau baute ihm ESP ein dreisaitiges Instrument, das er bis 1995 spielte.[2]

Meurer hat zusätzlich die Oberhand im Bereich Merchandising der Band. Während seiner Schulzeit in den USA brachte ihm der Künstler Michael Roman[3] die Technik des Siebdrucks bei. Die ersten „Hosen-T-Shirts“ stellte Meurer nach seinen Entwürfen noch eigenhändig im Keller seiner Eltern her. Seit langem arbeitet er, was ausgefallene Hemden und T-Shirts betrifft, jedoch mit der Künstlerin Susy Hertsch zusammen, die inzwischen die gesamte Bühnenkleidung der Toten Hosen entwirft und zusammen mit Andreas Meurer im Jahr 2003 das Modelabel „Misprint“ gründete.[4]

Im September 2006 heiratete Andreas Meurer seine langjährige Freundin Carla Achenbach, die maßgeblich am Bildband Ewig währt am längsten – Die Toten Hosen in Farbe und Schwarz-Weiß. JPK, Düsseldorf 2002 beteiligt war.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bertram Job: Bis zum bitteren Ende… Die Toten Hosen erzählen ihre Geschichte. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1996, Seite 190.
  2. Booklet zur Neuauflage Ein kleines bisschen Horrorschau, 2007, 52450 30172.
  3. Das DTH Museum. Objekt: roter Filzstift auf weißem Stoff. Die Toten Hosen, archiviert vom Original am 30. Juni 2012, abgerufen am 18. Januar 2014.
  4. Misprint – jetzt mit Ladenlokal in Düsseldorf. Die Toten Hosen, archiviert vom Original am 30. Juni 2012, abgerufen am 18. Januar 2014.
  5. Carla Achenbach und Carmen Winterberg. Die Toten Hosen, abgerufen am 18. Januar 2014.

Weblinks[Bearbeiten]