Mettmann

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum deutschen Romanisten, Hispanisten, Lusitanisten und Mediävisten siehe Walter Mettmann.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Mettmann
Mettmann
Deutschlandkarte, Position der Stadt Mettmann hervorgehoben
51.256.9666666666667140Koordinaten: 51° 15′ N, 6° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Kreis: Mettmann
Höhe: 140 m ü. NHN
Fläche: 42,56 km²
Einwohner: 37.867 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 890 Einwohner je km²
Postleitzahl: 40822
Vorwahl: 02104
Kfz-Kennzeichen: ME
Gemeindeschlüssel: 05 1 58 024
Adresse der
Stadtverwaltung:
Neanderstr. 85
40822 Mettmann
Webpräsenz: www.mettmann.de
Bürgermeister: Bernd Günther (CDU)
Lage der Stadt Mettmann im Kreis Mettmann
Düsseldorf Duisburg Ennepe-Ruhr-Kreis Essen Köln Leverkusen Mülheim an der Ruhr Remscheid Rhein-Erft-Kreis Rhein-Kreis Neuss Rheinisch-Bergischer Kreis Solingen Wuppertal Erkrath Haan Heiligenhaus Hilden Langenfeld (Rheinland) Mettmann Monheim am Rhein Ratingen Velbert WülfrathKarte
Über dieses Bild

Mettmann ist die Kreisstadt des gleichnamigen Kreises im Regierungsbezirk Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Mettmann liegt am Rande des rheinischen Schiefergebirges an einer nicht immer eindeutig zu ziehenden Grenze zwischen Rheinland und Bergischem Land. Aus politischer Sicht betrachtet gehört die Kreisstadt mit dem gesamten Kreis Mettmann zum Rheinland, nach historischen Maßstäben und heutigem Regionalbewusstsein wird sie eher dem Bergischen Land zugerechnet. Der niedrigste Punkt im Stadtgebiet mit 75 m ü. NN befindet sich im Neandertal im Bereich des Museums, der höchste Punkt mit 203 m ü. NN liegt an der Stadtgrenze zu Wülfrath (Kreuzung Meiersberger Str./Mettmanner Str.).

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Stadt grenzt im Westen an die Landeshauptstadt Düsseldorf. Es folgen im Uhrzeigersinn die Städte Ratingen, Wülfrath, Wuppertal, Haan und Erkrath.

Geschichte[Bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten]

Der Name „Mettmann“ kommt aus dem Altdeutschen, von „Medamana“, was so viel wie „Am mittelsten Bach“ bedeutet. Die erste urkundliche Erwähnung der Siedlung erfolgte im Jahre 904.

Im Jahre 1363 war Mettmann Sitz der Amtsverwaltung eines von acht Ämtern im Bergischen Land, es sind die acht Ämter, die in der Urkunde zur Übertragung des Landes Blankenberg an Berg genannt sind. Mit den in der Folgezeit neu erworbenen Rechten waren erhebliche Steuer- und Zollprivilegien verbunden, die dem Ort zu wirtschaftlicher Blüte verhalfen.

Ab 19. Jahrhundert[Bearbeiten]

1806 kam das Herzogtum Berg und mit ihm auch das Amt Mettmann unter Napoleon zum Großherzogtum Berg, 1815 wurde Mettmann Teil von Preußen. Der Kreis Mettmann, bestehend aus den fünf Bürgermeistereien Haan, Hardenberg, Mettmann, Velbert und Wülfrath, entstand.

Seit 1846 bildete die Bürgermeisterei Mettmann eine Gemeinde gemäß der Gemeinde-Ordnung für die Rheinprovinz vom 23. Juli 1845.[2] Am 23. Oktober 1856 wurde der Gemeinde Mettmann von König Friedrich-Wilhelm IV. von Preußen die Rheinische Städteordnung und damit das Stadtrecht verliehen.[3]

Nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten diente die Villa Koburg der SA als Sammelstelle und Folterkeller für Verhaftete aus dem Kreis Mettmann.[4] Zum Gedenken an die vielen getöteten und misshandelten Opfer befindet sich am zentralen Lavalplatz in Mettmann ein Denkmal.[5]

Am 3. Dezember 1943 stürzte ein britischer Halifax-Bomber mit der Kennung HR-876 nach Flakbeschuss am Gut Benninghof ab. Der Bomber befand sich auf dem Rückflug von einem Angriff auf Berlin. Die siebenköpfige Crew, die aus zwei Kanadiern und fünf Briten bestand, wurde auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof beerdigt und später umgebettet. Die letzte Ruhestätte fand die Crew auf dem Ehrenfriedhof im Klever Reichswald. Im Jahre 2014 haben ehrenamtliche Mitarbeiter des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege Teile des Bombers geborgen.[6]

Im Laufe der Jahre wechselte der Sitz des Landkreises mehrfach. Neben den Städten Elberfeld und Vohwinkel (heute Teile Wuppertals) war vor allem Düsseldorf lange Zeit Sitz der Kreisverwaltung. Nachdem Mettmann den Zweiten Weltkrieg weitgehend ohne gravierende sichtbare Spuren überstanden hatte, ging der Sitz der Kreisverwaltung 1954 an die Stadt zurück.

In dem an die Stadt Wülfrath angrenzenden Ortsteil Obschwarzbach haben sich nach 1945 bevorzugt Flüchtlinge und Spätaussiedler eine neue Heimat geschaffen.

2004 konnte Mettmann sein 1100-jähriges Bestehen feiern und gehört so zu den ältesten Gemeinden im Bergischen Land.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Zu Mettmann gehört heute auch der am 1. Januar 1975 eingemeindete Ortsteil Metzkausen, der bis dahin als Sitz der Amtsverwaltung zum Amt Hubbelrath gehörte, das im Zuge der kommunalen Neuordnung zu diesem Tag aufgelöst wurde. Mit diesem Datum vollzog sich auch eine Namensänderung: Aus dem Kreis Düsseldorf-Mettmann wurde der Kreis Mettmann.[7]

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[8]
Wahlbeteiligung: 50,7 % (2009: 53,6 %)
 %
40
30
20
10
0
36,2 %
26,9 %
12,4 %
8,5 %
5,0 %
1,3 %
7,9 %
1,7 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
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+5,3 %p
-2,1 %p
-5,7 %p
-7,3 %p
-0,4 %p
+7,9 %p
+1,7 %p

Rat der Stadt[Bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 setzt sich der Rat der Stadt wie folgt zusammen:

Partei / Liste Sitze
CDU 16 (-3)
SPD 12 (+1)
GRÜNE 5 (-3)
FDP 4 (-4)
AfD 3 (+3)
UBWG* 2 (-5)
LINKE 1 (±0)
Piraten 1 (+1)

* Unabhängige Bürger-Wählergemeinschaft

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der Bürgermeister wird seit 2009 für eine Amtszeit von sechs Jahren gewählt. Die derzeitige Amtszeit von Bernd Günther endet 2015.

Partnerstädte, Patenschaften und Freundschaften[Bearbeiten]

Partnerstadt:

Partnerschaften:

Freundschaften:

Patenschaften:

[Bearbeiten]

Die Kreisstadt Mettmann führt ein Stadtwappen, eine Flagge und ein Dienstsiegel sowie ein Signet (Logo).

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau zwei durch einen Torbau mit goldenem (gelbem) Tor verbundene goldene (gelbe) Kirchen, die rechte mit Spitzdach, die linke mit Doppelzwiebel, auf den mit schwarzen Wetterhähnen bekrönten Türmen; dazwischen schwebend eine goldene (gelbe) Krone, ein waagerechtes goldenes (gelbes) Zepter und eine goldene (gelbe) Zunftlade.“

Das Wappen der Kreisstadt zeigt die durch ein Stadttor miteinander verbundene Evangelische Kirche und die Katholische Lambertuskirche sowie eine Krone, ein Zepter und eine Zunftlade zwischen beiden Kirchtürmen. Das Wappen entstammt einem Zunftabzeichen der "Fabricanten und Handwerker der Freiheit Mettmann" von 1778. Es wurde Stadtwappen vom 19. Jahrhundert bis 1938 und erneut seit 1946. 1966 wurde es geringfügig in die heutige Form verändert.[9][10]

Flagge[Bearbeiten]

„Die Farben der Kreisstadt sind blauweiß.“[11] Beschreibung der Flagge: „Die Stadtflagge führt die Farben blau-weiß-blau quergestreift, im Verhältnis 1:5:1 mit dem Stadtwappen in der Mitte des weißen Feldes.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten]

Stadtansicht mit kath. St.-Lambertus-Kirche
Mettmann, Johannes-Flintrop-Straße mit Kirchturm
Kirchenensemble: Christliche Versammlung, evang. Kirche, kath. Kirche
Goldberger Mühle am Goldberger Teich
Sitz der Kreispolizeibehörde Mettmann
evangelische Kirche Freiheitstraße
Das Weltspiegel-Kinocenter

Mettmann ist Sitz des für den Kreis Mettmann sendenden Lokalradios Radio Neandertal. Bekanntheit erlangte Mettmann auch durch den im Januar 2004 erschienenen Kinofilm Samba in Mettmann von und mit Hape Kerkeling. Das 1907 in der Düsseldorfer Straße eröffnete „Weltspiegel-Kinocenter“ zählt heute zu den ältesten Lichtspielhäusern Deutschlands und wird in der dritten Generation geführt.

Alljährlich an einem Sonntag Im Frühsommer findet in der Innenstadt die Mettmanner Kunstmeile statt. Hier haben lokale und regionale Künstler die Möglichkeit, ihre Arbeiten zu präsentieren und Kontakte zu knüpfen.

Neben einer eigenen Stadthalle, in der auch die Stadtbibliothek untergebracht ist, und in der in losen Abständen Veranstaltungen stattfinden, ist für das Kulturangebot von Bedeutung, dass Mettmann zum Einzugsbereich von fünf Großstädten (Düsseldorf, Köln, Duisburg, Essen und Wuppertal) gehört.

Neandertal[Bearbeiten]

Das Neandertal (auch: Neanderthal) gehört teilweise zu Mettmann. Es ist nach dem evangelischen Liederdichter Joachim Neander, der dort seine Spaziergänge zu machen pflegte, benannt. Hier wurden beim Kalksteinabbau die Überreste des nach seinem Fundort Neandertal 1 benannten Neandertalers gefunden. Heute ist das Neandertal ein beliebter Ausflugsort; das Neanderthal-Museum an der Stadtgrenze zu Erkrath hat den berühmten Fund und die menschliche Urgeschichte zum Thema.

Weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • historische Altstadt mit dem Marktplatz und den typisch bergischen Häusern mit schwarzer Schieferverkleidung und den meist grünen Schlagläden
  • die katholische St.-Lambertus-Kirche
  • die ehemals reformierte evangelische Kirche aus grauen Feldsteinen
  • die restaurierte Wassermühle am Goldberger Teich
  • die alte Bürgermeisterei im Haus Mittelstraße 10 beherbergt ein kleines Heimatmuseum
  • das jährliche Heimatfest im August rund um den historischen Marktplatz mit anschließendem sonntäglichem Trödelmarkt
  • der rund 2 Wochen stattfindende „Blotschenmarkt“, der in der Vorweihnachtszeit auf dem Marktplatz stattfindet (von „Blotschen“, mundartlich für Holzschuh)
  • eine historische Straßenbahn der Kreis Mettmanner Straßenbahn, die bis 2012 in der Mettmanner Innenstadt zur Besichtigung aufgestellt war
  • die katholische Kirche St. Judas Thaddäus von 1907 im Ortsteil Obschwarzbach

Ein Beispiel für eine Wandlung in der Stadt ist der Jubiläumsplatz im Stadtzentrum von Mettmann, der vor allem in den vergangenen Jahrzehnten vielen Veränderungen unterlag. Hier wurden ab Mitte der 1960er Jahre viele historische Fachwerkhäuser durch damals moderne Bauten (zum Beispiel das Gebäude der Kreissparkasse) ersetzt. Heute ist man sich darüber einig, dass damit ein historischer Teil Mettmanns zerstört wurde. Jedenfalls war es der Zeitgeist der 60er, weg mit dem Alten – hin zum Modernen. Die letzte Änderung kam Anfang dieses Jahrhunderts im Vorlauf der Feierlichkeiten zum 1100-jährigen Bestehen der Stadt. Der Jubiläumsplatz bekam einen neuen Bodenbelag, weg von den Platten und wieder hin zum Kopfsteinpflaster. Das Kunstwerk „Erdstrahlen“ wurde 2006 aufgestellt.

Im August 2005 wurde am westlichen Ortseingang von Mettmann mit der Kreispolizeibehörde eines der modernsten Bürogebäude in Nordrhein-Westfalen fertiggestellt.

Kirchen[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Bereits im 19. Jahrhundert etablierte sich Mettmann als Standort für die Besteckindustrie. Vor allem Besteck der 1895 gegründeten Firma Seibel konnte sich über die Grenzen Deutschlands einen Namen machen. Heute führt die Firma Seibel Designpartner GmbH, ansässig im Gewerbegebiet Mettmann Ost, die Tradition fort und stellt dort unter anderem die Besteckserie mono-a her.

Die Georg Fischer GmbH produziert am Standort Mettmann seit 1907 Gussteile aus Kugelgraphitguss (Sphäroguss) für Personenwagen und Nutzfahrzeuge. Sie ist damit die letzte metallverarbeitende Zulieferfirma für verschiedene Automobilhersteller, die vor Ort tätig ist. GF beschäftigt rund 1000 Mitarbeiter und hat zurzeit eine Versandmenge von ca. 190.000 Tonnen pro Jahr. Die Firma Meckenstock, die sich ebenfalls auf Zieh-, Press- und Stanzteilproduktion spezialisiert hatte, beschäftigte bis zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch 250 Mitarbeiter. Im Jahr 2000 wurde Insolvenz angemeldet. Die Gebäude unweit der Regiobahn-Haltestelle Mettmann-Stadtwald stehen seitdem leer.

Weitere bekannte Firmen mit Sitz in Mettmann sind der Tiefkühlkost-Hersteller und -Vertrieb eismann Tiefkühl-Heimservice GmbH sowie das besonders durch seine Schuhpflegeprodukte bekannt gewordene Unternehmen Centralin. Mettmann ist auch Sitz des Verkehrsunternehmens Regiobahn GmbH, das die hier endende S-Bahn-Linie betreibt.

Mit dem im Jahr 2006 eingerichteten, etwa 10 Hektar großen Innovationspark Mettmann West versucht die Stadt höherwertiges Gewerbe, bevorzugt aus dem Technologiesektor, anzusiedeln. Als erstes Unternehmen wechselte im Jahr 2006 die Firma Bode Timm & Partner GmbH, ein Vermarkter von Anzeigenblättern, von Düsseldorf dorthin. Dort befindet sich unter anderem seit 2008 die MAG-Autowelt (Opel, Honda, Chevrolet).

Am 14. März 2013 wurde auf dem Gelände des früheren Karstadt- bzw. Hertie-Komplexes ein Einkaufszentrum unter dem Namen Königshof-Galerie eröffnet.

Verkehr[Bearbeiten]

historisches Bahnhofsgebäude
auf der alten Rheinischen Strecke fährt heute die Regiobahn

Durch Mettmann führt die Bahnstrecke Düsseldorf-Derendorf–Dortmund Süd. In Mettmann Stadtwald endet die Regiobahn-Linie S 28 (Mettmann–Erkrath–Düsseldorf–Neuss-Kaarst), welche werktags alle 20 Minuten und am Wochenende alle 30 Minuten verkehrt. Sie bedient drei Haltestellen in Mettmann: Mettmann Stadtwald, Mettmann Zentrum und Neanderthal. Die Wiederbelebung der alten rheinischen Strecke wurde maßgeblich vom ehemaligen Stadtrat Paul-Heinz Schuh initiiert. Die Linie soll in absehbarer Zeit über eine bestehende Trasse zum Bahnhof Dornap-Hahnenfurth und weiter über eine neu zu bauende Abzweigung nach Wuppertal-Vohwinkel ausgebaut werden. Des Weiteren ist eine Verlängerung der Linie im Westen über Viersen nach Venlo im Gespräch.

Von 1930 bis 1952 verkehrte zwischen Mettmann und Gruiten der Fahrdrahtbus Mettmann–Gruiten, dies war der erste neuzeitliche Oberleitungsbus Deutschlands. Er wurde von Gustav Kemmann entwickelt. Kemmann stammte aus Mettmann und suchte die anspruchsvolle Strecke im Bergischen Land als Teststrecke aus.

Zwischen dem 19. Juli 1909 und dem 17. Mai 1952 verkehrten in Mettmann zudem die Straßenbahnen der Kreis Mettmanner Straßenbahn GmbH.

Der übrige öffentliche Nahverkehr in Mettmann wird durch die Rheinbahn betrieben. Sie betreibt dort 13 Buslinien.

Mit dem Auto ist Mettmann über die A 3 (Anschlussstelle Mettmann), A 46/A 535 (Anschlussstelle Wuppertal-Dornap), A 44 (Anschlussstelle Ratingen-Schwarzbach) und die B 7 (aus Richtung Düsseldorf/Wuppertal) erreichbar. Der Düsseldorfer Flughafen ist 20 Kilometer entfernt, der Flughafen Köln/Bonn 50 Kilometer.

Gesundheitswesen[Bearbeiten]

Mettmann besitzt mit dem evangelischen Krankenhaus in der Gartenstraße ein modernes Krankenhaus mit 237 Betten, das in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden soll. Die Gründung dieses Hauses geht auf das Jahr 1877 zurück.

Bildung[Bearbeiten]

Für seine Einwohner hält Mettmann eine große Anzahl verschiedener Schulformen sowie eine eigene Musikschule, eine Volkshochschule, eine Stadtbibliothek, sowie ein umfangreiches Stadtarchiv vor. Seit Oktober 2009 ist Mettmann mit der Eröffnung der FHDW (Fachhochschule der Wirtschaft) Hochschulstandort.

Schulen[Bearbeiten]

Die fertiggestellte Fachhochschule der Wirtschaft

Grundschulen

  • Katholische Grundschule Neanderstraße
  • Otfried-Preußler-Schule
  • Städtische Gemeinschaftsgrundschule „Am Neandertal“
  • Städtische Gemeinschaftsgrundschule Herrenhauser Straße
  • Astrid-Lindgren-Schule

Sekundarstufe I

Sekundarstufe II

Förderschulen

  • Förderschule für Sprachbehinderte
  • Erich-Kästner-Schule
  • Hans-Helmich-Schule für geistig und körperlich Behinderte (in Trägerschaft der Stiftung Hephata)

Berufsschulen

Volkshochschule

  • Volkshochschule Mettmann-Wülfrath

Hochschule

  • Dependance der Fachhochschule der Wirtschaft

Sport[Bearbeiten]

Ralph Roese wurde in den Jahren 1931 und 1932 Deutscher Motorrad-Straßenmeister in der Klasse bis 1000 cm³. Anschließend wechselte er zum Automobilrennsport und errang 1938 einen beachtenswerten dritten Platz beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps. 1939 wurde er deutscher Sportwagenmeister in der Klasse bis 1,5 Liter Hubraum. Der dritte Gesamtrang bei der Mille Miglia 1940 gilt als sein international größter Erfolg. Alle Rennen bestritt er als Werks- und Privatfahrer auf Fahrzeugen von BMW.

Der Verein Mettmanner TV spielte von 1969 bis 1974 fünf Jahre lang in der Tischtennis-Bundesliga. 1971/72 wurde er Deutscher Meister.

Der Hockey- und Tennisverein Mettmanner THC (früher THC Mettmann) spielte jahrelang Leistungssport: Das Hockeyteam in der Oberliga (damals höchste Spielklasse), das Tennisteam in der Regionalliga (damals zweite Liga). Heute spielt die 1. Mannschaft im Hockey in der Oberliga, das Herrenteam im Tennis in der 2. Verbandsliga.

Naturfreibad Mettmann

Der zurzeit mitgliederstärkste Sportverein (über 5000 Mitglieder) ist mettmann-sport e.v.. Er wurde am 17. Januar 2005 in das Vereinsregister aufgenommen und trat die Nachfolge dreier alteingesessener Mettmanner Vereine (MTV, MSC, TSV Metzkausen) an. Das Herrenteam der Handball-Abteilung spielt derzeit in der Oberliga, die Damen in der Regionalliga.

In Mettmann-Metzkausen entsteht in unmittelbarer Nähe zum Heinrich-Heine-Gymnasium ein neues Sportzentrum für die Stadt Mettmann, das von der Schule sowie von mettmann-sport e.v. für Fußball und Leichtathletik genutzt wird. Bisher ist allerdings lediglich der erste von drei geplanten Kunstrasen-Fußballplätzen mit Laufbahn fertiggestellt.

2004 wurde das Mettmanner Freibad zum Naturfreibad umgebaut. Hier wird in den Sommermonaten Schwimmvergnügen ohne Chemie geboten. Strandbereiche mit Strandkörben sind ebenso wie ein Matschspielplatz und eine Wasserrutsche im Angebot.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima in Mettmann ist gemäßigt, aber warm. Durch die Lage zwischen Rheinland und Bergischen Land sind die Winter relativ mild und die Sommer mäßig warm. Der wärmste Monat ist mit 18,0 °C der Juli, am kältesten ist es mit 1,5 °C im Januar. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 9,7 °C. Die Niederschläge verteilen sich gleichmäßig über das ganze Jahr mit Maximum im Juni mit 88 und Minimum im Februar mit 55 Millimetern. Pro Jahr fallen 856 Millimeter Niederschlag.

Mettmann
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
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21
11
 
 
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23
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14
7
 
 
71
 
8
3
 
 
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5
0
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: http://de.climate-data.org/location/23149/
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Mettmann
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 4,0 5,0 9,3 13,6 18,3 21,3 22,8 22,5 19,2 14,0 8,4 5,1 Ø 13,7
Min. Temperatur (°C) -1,0 -0,8 1,6 4,3 8,1 11,1 13,2 12,8 10,1 6,5 3,1 0,4 Ø 5,8
Temperatur (°C) 1,5 2,1 5,4 8,9 13,2 16,2 18,0 17,6 14,6 10,2 5,7 2,7 Ø 9,7
Niederschlag (mm) 72 55 65 58 72 88 82 78 68 66 71 81 Σ 856
T
e
m
p
e
r
a
t
u
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4,0
-1,0
5,0
-0,8
9,3
1,6
13,6
4,3
18,3
8,1
21,3
11,1
22,8
13,2
22,5
12,8
19,2
10,1
14,0
6,5
8,4
3,1
5,1
0,4
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
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d
e
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s
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l
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72
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72
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Persönlichkeiten[Bearbeiten]

In Mettmann geboren[Bearbeiten]

Mit Mettmann verbunden[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Thiel : "1050 Jahre Mettmann" Aloys Henn Verlag Ratingen 1954
  • Gudrun Wolfertz und Thomas Wolfertz: Mettmann 1950 bis 1980, Sutton Verlag, 2014, ISBN 978-3954003556
  • Gudrun Wolfertz: Mettmann, Sutton Verlag, 2008, ISBN 978-3866803367
  • Helmut Grau, Marcel Lesaar, Jürgen Lohbeck, Sven Polkläser: ABGESTÜRZT – Die Geschichte von fünf im 2. Weltkrieg in Langenberg, Neviges, Mettmann und Wuppertal abgestürzten Halifax-Bombern und deren Besatzungen, Scala Verlag, Velbert 2014, ISBN 978-3-9816362-2-2. (Kurzfassung)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mettmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Mettmann – Reiseführer
  • Mettmann.de Offizieller Internetauftritt
  • Mettmanner Bilder Mettmann – Damals und Heute – Historische Bilder, aktuellen Bildern gegenübergestellt von Marcel Lesaar
  • Metzkausen-Buch Online-Version des 2002 erschienenen Mettmann-Metzkausen-Buchs von Peter H. Dehnen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 3. September 2014. (Hilfe dazu)
  2. Amtsblatt für den Regierungsbezirk Düsseldorf 1846, S. 553
  3. Amtsblatt für den Regierungsbezirk Düsseldorf 1856, S. 839
  4. Zeitspurensuche: Mettmann. zeitspurensuche.de. Abgerufen am 9. Juni 2013.
  5. Das Koburg-Mahnmal. mettmann.de. Abgerufen am 9. Juni 2013.
  6. Dr. Helmut Grau, Marcel Lesaar, Jürgen Lohbeck, Sven Polkläser: Abgestürzt – Die Geschichte von fünf im 2. Weltkrieg in Langenberg, Neviges, Mettmann und Wuppertal abgestürzten Halifax-Bombern und deren Besatzungen. Scala Verlag, Velbert 2014, S. 76–123. ISBN 9783981636222
  7.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 293.
  8. https://www.mettmann.de/wahlen/wahlinfo/wahlen.php?site=left/gebiete&wahl=365#index.php?site=right/ergebnis&wahl=365&gebiet=1&typ=3&stimme=1
  9. Nagel, Rolf, Rheinisches Wappenbuch, Köln 1986, S. 78, ISBN 3-7927-0816-7
  10. Siegel und Wappen von Mettmann. mettmann.de. Abgerufen am 9. Juni 2013.
  11. Hauptsatzung der Kreisstadt Mettmann (PDF; 34 kB)