Andrew J. Weaver

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Andrew J. Weaver (* 1961) ist ein kanadischer Klimaforscher, Professor an der University of Victoria und Mitglied der Legislativversammlung von British Columbia.

Weaver ist als Experte für Klimamodelle international anerkannt und ist Autor oder Co-Autor von mehr als 200 Artikeln in wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Er gehört zu den Leitautoren des Zweiten, des Dritten, des Vierten und des Fünften Sachstandsberichts des IPCC.

Weaver ist Mitglied des Order of British Columbia und Fellow der Royal Society of Canada, der American Meteorological Society und der American Association for the Advancement of Science. Er hält einen Ph.D. der University of British Columbia, ein CASM der Cambridge University und einen B.Sc. der University of Victoria.

Kurz nach dem Hackerzwischenfall am Klimaforschungszentrum der University of East Anglia 2009 wurde bekannt, dass es Versuche gegeben hatte, in Weavers Büro einzubrechen, wobei bei einem solchen Vorfall ein Computer gestohlen und Dokumente durcheinandergebracht wurden. Weaver berichtete auch, dass Personen versucht hätten, Techniker einzuschüchtern, um an Daten aus seinem Büro zu kommen.[1] Dies weckte Befürchtungen, dass Klimawandelleugner gezielt versuchten, im Vorfeld der damals anstehenden UN-Klimakonferenz in Kopenhagen die Klimaforschung zu diskreditieren.[1]

Im April 2010 verklagte Andrew Weaver die konservative kanadische Zeitung National Post wegen Verleumdung, da er sich durch deren Berichterstattung diffamiert sah.[2]

Seit 2013 ist Weaver Abgeordneter im Abgeordnetenhaus von British Columbia. Bei den Provinzwahlen im Mai gewann er als Kandidat der Grünen Partei von British Columbia seinen Wahlkreis. Damit ist Andrew J. Weaver der erste Vertreter der Grünen in einer Legislativversammlung einer kanadischen Provinz oder eines Territoriums

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Break-in targets climate scientist, in: The Guardian, 6. Dezember 2009
  2. Climate scientist sues newspaper for 'poisoning' global warming debate, in: The Guardian, 22. April 2010