Antonio Nariño

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Ölgemälde von Ricardo Acevedo Bernal
Antonio Nariño, Aquarell von José María Espinosa

Antonio Nariño (* 1765 in Santa Fé de Bogotá; † 1824 in Villa de Leyva) war ideologischer Wegbereiter und früher Militärführer bei den südamerikanischen Unabhängigkeitskriegen im damaligen Vizekönigreich Neugranada, dem heutigen Kolumbien.

Leben[Bearbeiten]

1794 übersetzte er die französische Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte ins Spanische und verbreitete sie als Privatdruck unter Freunden. Exemplare davon kursierten in ganz Südamerika. Er wurde deswegen mehrmals verhaftet, doch es gelang ihm auch mehrmals, der spanischen Haft zu entkommen, und nach einiger Zeit im Exil kehrte er nach Neugranada zurück.

Nach der Besetzung Spaniens durch Napoléon 1807 wurden südamerikanische Juntas gebildet, die trotz offizieller Loyalität zu Spanien oder doch zum von Napoleon abgesetzten König eine Politik in Richtung Unabhängigkeit verfolgten. Nariño erzielte als Präsident der Cundinamarca (um die Hauptstadt Bogotá) einige militärische Erfolge gegen die königstreuen Spanier, doch kam es bald zu Rivalitäten zwischen den Führern der Unabhängigkeitsbewegung, die deren Position schwächten. Nariño geriet 1814 in spanische Gefangenschaft, und als er nach der Revolte des Generals Rafael del Riego wieder freikam, hatten sich andere Führer durchgesetzt, insbesondere Simon Bolívar, der dann auch Präsident Kolumbiens wurde. Dennoch wurde Nariño zum kolumbianischen Nationalhelden und in der letzten Strophe der kolumbianischen Nationalhymne erwähnt.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Blossom, Thomas: Nariño: Hero of Colombian Independence. Tucson: University of Arizona Press, 1967.
  • Crow, John A.: The Epic of Latin America (4th ed.). Berkeley: University of California Press, 4. Aufl. 1992 ISBN 9780520078680

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Del hombre los derechos Nariño predicando,
    el alma de la lucha profético enseñó.
    Ricaurte en San Mateo en átomos volando,
    "deber antes que vida" con llamas escribió.