Approche

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Dieser Artikel behandelt den Laufgraben. Siehe auch Zeche Alte Aproche.
Sappe (Schützengraben)
im Ersten Weltkrieg

Approche (fr. Annäherung) ist der Oberbegriff für militärisch angelegte Gräben und Gänge zur Annäherung an eine belagerte Festung.

Sappen und Minen[Bearbeiten]

  • Oberirdische Annäherungswege (Gräben) werden Sappen genannt.
  • Unterirdische Annäherungswege (Stollen) werden Minen genannt.

Oberirdisch angelegte Sappen waren meist in Festungsnähe zum Schutz gegen Beschuss mit Holzlatten abgedeckt. Ziel war es die Festungsmauern entweder mit Leitern zu überklettern oder durch Rammen oder Sprengen zum Einsturz zu bringen.

Mittelalter[Bearbeiten]

Im Mittelalter wurden Sappen und Minen von Festungsbauern angelegt, da diese die möglichen Schwachpunkte einer Festung am besten erkannten. Später fand eine Spezialisierung in oberirdisch arbeitende Sappeure und unterirdisch arbeitende Mineure statt. Sappeure wurden im Mittelalter durch einen stark gepanzerten und daher auch sehr schweren Helm, den Sappenhelm geschützt, der zudem noch Stirn- und Nackenkrempen aufweisen konnte.

Vaubansche Approchen[Bearbeiten]

Die Approchen bestanden aus einem Graben von etwa 2,5 m Sohlenbreite und etwa 1,25 m Tiefe, der bis zur 3. Parallele im Zickzack geführt auf der der Festung zugekehrten Seite mit einer etwa 1 m hohen Erdschüttung versehen war. Die einzelnen Approchenzüge legte man vor den einspringenden Winkeln der Festungswerke an und führte die einzelnen Schläge so, dass ihre Verlängerung mindestens 50 m vor dem weitest vorspringenden Festungswerk vorbeischlug. Jeder vorwärtige Schlag wurde bogenförmig über den rückwärtigen hinaus nach hinten verlängert, was man Haken oder Crochet nannte. Diese Haken dienten als Ausweichstellen und der Aufstellung kleinerer Wachposten. Die zickzackförmigen Approchen wurden als einzelne Sappen ausgeführt. In geringerer Entfernung zur Festung, etwa von der zweiten Parallele an, kam die vom Sappeur mit Wälzkorb und sonstigem Hilfsgerät auszuführende völlige Sappe. Später (ab etwa 1870) wurde die einfache Walze zur Zerkleinerung von groben Schollen dafür verwendet. In nächster Nähe zur Festung, etwa vom Fuß des Glacis ab, hätten die Zickzacks allzu spitzwinklig werden müssen, um gegen bestreichendes Feuer geschützt zu sein. Man ging deshalb auf dieser Strecke von der Anwendung der Zickzacks ab, und führte hier die Approchen derartig in gerader Richtung auf die Saillants der Angriffsfront weiter, dass sie durch Traversierung (Traversensappe, Würfelsappe) gegen bestreichendes Feuer Schutz boten. Auf den Freiflächen vor den Festungen wurden hauptsächlich tiefwurzelnde Pflanzen angepflanzt, die das Ausheben von Gräben mit dem Spaten erschwerten.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]