Arktische Oszillation

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Die Arktische Oszillation (AO), oder auch Northern Hemispheric Annular Mode (NAM), ist Ausdruck des Luftdruckgegensatzes zwischen den arktischen und den mittleren Breiten auf der Nordhemisphäre. Sie entsteht durch die großen Temperaturunterschiede zwischen den extrem kalten Polarregionen und den gemäßigten mittleren Breiten. Die sich dadurch entwickelnden Winde werden aufgrund der Corioliskraft nach Osten abgelenkt.

Wie alle Strömungen lässt sich auch die AO in zwei Phasen einteilen: In der positiven Phase treiben im Winter starke Westwinde die warme Atlantikluft nach Nordeuropa und Sibirien sowie die Polregionen. Dies hat direkte negative Auswirkungen auf die dortige Eisdicke[1][2]. In der negativen Phase kann kalte Polarluft weiter nach Süden vordringen. Die Folge ist ein strenger Winter in Europa.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMarkus Becker: Kann das Polareis dem wachsenden Treibhauseffekt standhalten? Dezember 2000, abgerufen am 10. Mai 2010 (pdf; 27 kB).
  2. Rigor, I. G., J. M. Wallace, and R. L. Colony:Response of sea ice to the Arctic oscillation. J. Clim. 15 (2002), S. 2648–2663