Association of Tennis Professionals

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Die Association of Tennis Professionals (ATP) ist die Vereinigung der professionellen männlichen Tennisspieler, sie ist somit das Gegenstück zur Women’s Tennis Association (WTA). Über ATP und WTA steht noch die International Tennis Federation (ITF), die die Spielregeln bestimmt.

Geschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde die ATP im Jahr 1972, um Konflikte innerhalb des Herrentennis zu lösen und um das Spiel besser vermarkten zu können. Gründungsmitglieder waren Jack Kramer, Donald Dell und Cliff Drysdale, letzterer wurde der erste Präsident. Kramer bekleidete den Posten des Executive Directors. Bis 1988 wurde die laufende Tour hauptsächlich von den Turnierdirektoren bestimmt, was letztlich in einen Spielerboykott mündete. Der damalige CEO der ATP, Hamilton Jordan, hielt im Rahmen der US Open 1988 die als „press conference in the parking lot“ (deutsch Pressekonferenz auf dem Parkplatz) berühmt gewordene Rede, deren Folge die Gründung der heutigen ATP Tour war.[1]

ATP World Tour[Bearbeiten]

Hauptartikel: ATP World Tour

Die ATP organisiert die so genannte ATP World Tour, eine Herrentennis-Serie. Die meisten professionellen Turniere sind Teil davon. Die wichtigsten zur ATP Tour gehörenden Turniere sind die neun Masters-Series-Turniere. Die Grand-Slam-Turniere und der Davis Cup sind nicht Bestandteil der ATP Tour, da sie von der ITF veranstaltet werden. Die ATP World Tour Finals am Ende jeder Saison werden von ATP und ITF gemeinsam veranstaltet.

ATP Challenger Tour[Bearbeiten]

Hauptartikel: ATP Challenger Tour

ATP Champions Tour[Bearbeiten]

Hauptartikel: ATP Champions Tour

Weltrangliste[Bearbeiten]

Hauptartikel: Tennis-Weltrangliste

Seit ihrer Gründung führt die ATP auch die Punkteranglisten der Spieler. Das früher als Tennis-Weltrangliste bekannte Entry System regelt Startberechtigung und Setzlisten bei den Turnieren. Die gesammelten Punkte der jeweils letzten 52 Wochen (also der laufenden Jahresperiode) fließen in diese Wertung ein. Da dieses System für die breite Masse der Tennis-Fans jedoch nur schwer zu überblicken ist, gibt es seit dem Jahr 2000 zusätzlich dazu das so genannte Champions Race. Hierbei fangen zu Beginn der Saison alle Spieler bei Null an - ein System, das beispielsweise schon aus der Formel 1 bekannt ist.

Organisation[Bearbeiten]

Präsident war ab 2012 Brad Drewett (offizielle Bezeichnung: Executive Chairman/President), er war Nachfolger von Adam Helfant.[2] Der Posten war zunächst vakant geworden, nachdem Drewett im Mai 2013 verstarb. Zum 1. Januar 2014 trat Chris Kermode die Nachfolge Drewetts an.[3] Der Präsident steht formal dem siebenköpfigen Board of Directors vor. Ihm gehören außerdem drei Turnier-Repräsentanten (derzeit Mark Webster, Gavin Forbes und Graham Pearce) sowie drei Spieler-Repräsentanten (derzeit Justin Gimelstob, David Edges und Giorgio di Palermo) an.

Neben dem Board of Directors besteht das elfköpfige Player Council und das dreizehnköpfige Tournament Council.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. How it all began, atpworldtour.com. Abgerufen am 30. September 2013.
  2. Ein Australier oberster Tennis-Chef. In: NZZ Online vom 23. Dezember 2011
  3. Chris Kermode wird neuer ATP-Präsident, tennisnet.com. Abgerufen am 21. November 2013.