Bahnstrecke Trutnov–Svoboda nad Úpou

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Trutnov–Svoboda nad Úpou
Kursbuchstrecke (SŽDC): 045
Streckenlänge: 10,030 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h
Strecke – geradeaus
von Trutnov-Poříčí (vorm. ÖNWB)
Bahnhof, Station
0,000 Trutnov hl.n. früher Trautenau 415 m
Brücke über Wasserlauf (groß)
Úpa
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Chlumec nad Cidlinou (vorm. ÖNWB)
Haltepunkt, Haltestelle
2,650 Trutnov-Zelená Louka
Haltepunkt, Haltestelle
3,890 Trutnov-Staré město früher Ober Altstadt
Brücke über Wasserlauf (groß)
Úpa
Bahnhof, Station
5,520 Kalná Voda früher Trübenwasser
Haltepunkt, Haltestelle
7,637 Mladé Buky früher Jungbuch
Bahnhof, Station
10,030 Svoboda nad Úpou früher Freiheit-Johannisbad
Streckenende auf freier Strecke – Ende
10,258 (Streckenende)

Die Bahnstrecke Trutnov–Svoboda nad Úpou ist eine Nebenbahn („regionální dráha“) [1] in Tschechien, die ursprünglich von der k.k. priv. Österreichischen Nordwestbahn (ÖNWB) errichtet und betrieben wurde. Sie beginnt in Trutnov (Trautenau) und führt im Tal der Úpa (Aupa) nach Svoboda nad Úpou (Freiheit).

Geschichte[Bearbeiten]

Eröffnet wurde die Strecke am 17. Dezember 1871.

Nach der Verstaatlichung der ÖNWB ging die Strecke am 1. Januar 1908 an die k.k. österreichischen Staatsbahnen (kkStB) über. Nach dem Ersten Weltkrieg traten an deren Stelle die neu gegründeten Tschechoslowakischen Staatsbahnen (ČSD).

Nach der Angliederung des Sudetenlandes an Deutschland im Herbst 1938 kam die Strecke zur Deutschen Reichsbahn, Reichsbahndirektion Breslau. Im Reichskursbuch war die Verbindung nun als KBS 155f, Ruhbank und Merzdorf (Rsgb)–Landeshut–Königshan(–Schatzlar)–Trautenau(–Freiheit-Johannisbad)–Pelsdorf(–Märzdorf [Böhmen])–Hohenelbe, enthalten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam die Strecke wieder zur ČSD.

Seit dem 12. Dezember 1997 wird die Strecke vom privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen Viamont betrieben.

Der Fahrplan 2008 sieht insgesamt 17 tägliche Reisezugpaare vor, die in einem angenäherten Einstundentakt verkehren. Güterzüge verkehren heute nur noch für einen Kohle- und Schrotthandel in Kalná Voda.

Betriebsstellen[Bearbeiten]

Trutnov hlavní nadraží (1919: Trutnov/Trautenau; 1939: Trautenau)

In Trutnov hlavní nadraží (Trutnov Hbf) besteht Anschluss an die Züge nach Chlumec nad Cidlinou, Jaroměř und Žacléř.

Trutnov-Zelená Louka

Die Haltestelle Trutnov-Zelená Louka wurde erst in den 1990er Jahren für die Bewohner des dortigen Neubaugebietes eingerichtet.

Trutnov-Staré město (1919: Staré Město Horní/Ober Altstadt; 1939: Ober Altstadt)

Die Haltestelle Trutnov-Staré město befindet sich im Trutnover Ortsteil Horní Staré Město (Ober Altstadt).

Kalná Voda (1919: Kalná Voda/Trübenwasser; 1939: Trübenwasser)

Der Bahnhof Kalná Voda ist der einzige Bahnhof der Strecke, der noch im Güterverkehr bedient wird. Die Ladestraße des Bahnhofes ist an einen Kohle- und Schrotthandel vermietet.

Mladé Buky (1919: Buky Mladé/Jungbuch; 1939: Jungbuch)

Die Haltestelle Mladé Buky besteht set der Eröffnung der Strecke.

Svoboda nad Úpou (1919: Vrajt-Janské Lázně/Freiheit-Johannisbad; 1939: Freiheit-Johannisbad)

Der Bahnhof Svoboda nad Úpou ist der Endpunkt der Strecke. Direkt am Bahnhof befindet sich eine ÖPNV-Schnittstelle zum Überlandbusverkehr nach den Orten im Riesengebirge. Ein früher vorhandenes Industriegleis zu den Fabriken in Horní Maršov besteht nicht mehr.

Fahrzeugeinsatz[Bearbeiten]

Heute wird der Zugverkehr von der VIAMONT ausschließlich mit den bewährten zweiachsigen Triebwagen der ČD-Baureihe 810 abgewickelt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Zdeněk Hudec u.a.: Atlas drah České republiky 2006-2007, 2. Auflage; Verlag Pavel Malkus, Praha 2006, ISBN 80-87047-00-1

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://kormoran.vlada.cz/usneseni/usneseni_webtest.nsf/WebGovRes/97531C8254B32166C12571B6006B7243

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bahnstrecke Trutnov–Svoboda nad Úpou – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien