Balsamgau

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Der Balsamgau, auch Gau Balcsem oder Balsamer Land genannt, war eine mittelalterliche Gaugrafschaft in der südlichen Hälfte der späteren Altmark. Er lag nördlich von Magdeburg zwischen den Flüssen Milde und Elbe. Im Jahre 1070 tauschte der Gaugraf Wiprecht seine ererbte Herrschaft Balsamgau mit dem Markgrafen Udo II. gegen die Burg Groitzsch im Osterland ein. In der neueren Forschung wird die tatsächliche und zeitgenössische Existenz eines "Balsamgaus" jedoch angezweifelt und es wird angenommen, dass dieser Gau eine Neuschaffung aus dem 12. bzw. 13. Jahrhundert darstellt.[1]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Warnke, Christian: Belcsem/Belkesheim/Balsamerlande - Betrachtungen zu einem angeblichen Gaunamen im elbslawisch-deutschen Berührungsgebiet, in: Namen des Frühmittelalters als sprachliche Zeugnisse und als Geschichtsquellen, herausgegeben von Albrecht Geule und Matthias Springer, Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, Bd. 66, Berlin 2009, S.193-233.