Bastardindigo

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Bastardindigo
Bastardindigo  (Amorpha fruticosa)

Bastardindigo (Amorpha fruticosa)

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Tribus: Amorpheae (Amorpheae)
Gattung: Amorpha
Art: Bastardindigo
Wissenschaftlicher Name
Amorpha fruticosa
L.

Bastardindigo, Scheinindigo[1], Bleibusch oder Falscher Indigo (Amorpha fruticosa) ist eine Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).

Synonyme[Bearbeiten]

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Bastardindigo ist ein aufrechter Strauch, der eine Höhe von 1 bis 3 m erreicht. Seine jungen Triebe sind weich behaart, verkahlen aber später.

Die wechselständigen Blätter sind 9- bis 25zählig unpaarig gefiedert und erreichen eine Länge von bis zu 30 cm. Ihr Stiel wird 2 bis 4 cm lang. Die Fiederblätter sind länglich-oval bis elliptisch, tragen vorne eine kurze Stachelspitze und erreichen eine Länge von 1,5 bis 4 cm. Ihr Rand ist glatt. Auf der Unterseite sind sie anfangs hellgrau behaart, verkahlen aber bald. Die Nebenblätter sind schmal-linealisch, fallen aber schon kurz nach der Blattentfaltung ab.

Blüht von Juni bis August, selten bis September. Die kleinen Blüten stehen in 7 bis 15 cm langen, aufrechten, endständigen Trauben oder Doppeltrauben. Nur die breite Fahne ist von den typischen Kronblättern vorhanden, während die seitlichen Flügel und das Schiffchen fehlen. Sie ist purpurblau bis blauviolett. Staubbeutel sind gelb.

Die Früchte sind nicht die typischen Hülsenfrüchte, sondern einsamige, seitlich abgeflachte, runzelige Nüsse. Ihre Wand ist derb.

Ökologie[Bearbeiten]

Die Bestäuber sind verschiedene Insekten, vor allem Honigbienen.

Standort[Bearbeiten]

Wächst in lichten Laubwäldern, an Säumen, in Prärien und in Trockengebüschen. Toleriert trockene Böden.

Verbreitung[Bearbeiten]

Stammt ursprünglich aus den kontinentalen Regionen Nordamerikas, von Kanada bis Florida und Mexiko.

Nutzung[Bearbeiten]

Von den europäischen Siedlern in Nordamerika wurden die Blätter und junge Triebe des Bastardindigos anstelle des Indigostrauchs, Indigofera tinctoria zum Blaufärben verwendet. Die Art ist in Mitteleuropa frosthart und wird gelegentlich als Ziergehölz, Bienenweide und als Erosionsschutz an Böschungen angepflanzt.

Galerie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Artikel über Scheinindigo

Quelle[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Amorpha fruticosa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien