Baumschule Bischweiler

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Baumschule Bischweiler

Die Baumschule Bischweiler ist eine bewirtschaftete Grünanlage des Münchner Gartenbaureferats im Stadtteil Untergiesing, die während der Öffnungszeiten kostenlos zugänglich ist. Mittlerweile ist die parkähnliche Anlage zu einem beliebten Naherholungsgebiet geworden.

Im Jahr 1901 wurde die Baumschule Bischweiler als ein Teil der rechtsseitigen Isaranlagen gebaut, unmittelbar oberhalb des Schyrenbads. Der Namen der Baumschule kommt von der nicht mehr existierenden Bischweilerstraße, an der die Anlage liegt. Die Grundstruktur und das Wegenetz sind seit dieser Zeit erhalten. Das Baureferat kultiviert dort Blumen, Ziergehölze und Bäume für die städtischen Grünanlagen. Für die Besucher wurden Themengärten angelegt.

Rosengarten[Bearbeiten]

Rosenbeete im Rosengarten

Der Rosengarten ist eine etwa 4500 Quadratmeter große Fläche mit rund 200 verschiedenen Rosensorten und 8500 Rosenstöcken. In Dauerversuchen wird seit 1955 wird auf etwa einem Drittel der Fläche in Form eines Sichtungsgartens erprobt, welche Rosen sich für innerstädtische Bepflanzung eignen. Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Beet-, Strauch- und Kletterrosen sowie Bodendeckern werden auf Lehrtafeln erläutert.

Giftpflanzengarten[Bearbeiten]

Der Giftpflanzengarten ist ein Lehrgarten mit Schautafeln zu sehr giftigen Pflanzen. Es wird empfohlen, Kinder nicht unbeaufsichtigt zu lassen. Der Garten enthält auch einige extrem toxische Spezies, deren Verzehr zu rascher Atemlähmung führen kann. In einem Pavillon können die Blüten, Blätter und Früchte der Giftpflanzen anhand von Zeichnungen betrachtet werden.

Tastgarten[Bearbeiten]

In diesem Garten für Blinde sind in sehr großen, steingefassten Trögen je nach Jahreszeit Pflanzen wie Beinwell, Enzian, Ehrenpreis und Bärlauch zu sehen und zu ertasten. Vor jeder Heil- und Wildpflanze ist eine Beschreibung in Blindenschrift angebracht.

Fliedergarten[Bearbeiten]

In diesem Garten sieht man alte Fliedersorten, die aus historischen Beständen in der Baumschule veredelt wurden. Die meisten dieser Züchtungen aus dem 19. Jahrhundert kamen aus Frankreich. Den Fliedergarten gibt es bedauerlicherweise nicht mehr. Die Sträucher wurden entfernt und die Fläche wird jetzt für die Anzucht von Pflanzen für Grünanlagen verwendet. Proteste empörter Besucher waren leider erfolglos.

Duftgarten[Bearbeiten]

Hier wurden extra stark riechende Pflanzen wie Wildrosen, Zitrusfrüchten, Taglilien, Vanilleblumen, Jasmin und Engelstrompete eingesetzt.

Baumlehrpfad[Bearbeiten]

Auf einer bis 2007 vom Abfallwirtschaftsbetrieb München genutzten angrenzenden Fläche wurde 2010 ein weiterer Schaugarten errichtet. Die parkartig gestaltete Fläche enthält einen Baumlehrpfad mit teilweise exotischen Baumarten. Das Gelände ist über eine neu errichtete Brücke über das dort renaturierte und wieder zugängliche Freibadbächl mit dem Rosengarten verbunden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rosengarten München – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]


48.11944444444411.565Koordinaten: 48° 7′ 10″ N, 11° 33′ 54″ O