Benedikt Schak

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Benedikt Emanuel Schak, auch Schack geschrieben, (* 1758 in Mirotice, Böhmen; † 1826) war ein hauptsächlich in Wien wirkender Tenor und Komponist.

Leben[Bearbeiten]

Schak war 1773 Choralist an der Veitskirche in Prag. Er studierte 1775/? in Wien Medizin und Philosophie und nahm Kompositions- und Gesangsunterricht bei Karl Frieberth. 1780 wurde Schak Kapellmeister des Prinzen Heinrich von Schönaich-Carolath in Niederschlesien. Nach Auflösung der Kapelle (1784) zog er als Musikalienhändler durchs Land. Im Mai 1786 wurde er in Salzburg vom Theaterdirektor Emanuel Schikaneder engagiert, in dessen Ensemble er nach Augsburg und Regensburg ging. Als Schikaneder im Mai 1789 seinen Vertrag in Regensburg kündigte, begleitete ihn Schak nach Wien. Im dortigen Theater auf der Wieden sang er am 30. September 1791 in der Uraufführung von Mozarts Zauberflöte die Rolle des Tamino. Entgegen einem weitverbreiteten Missverständnis war Schak nicht Flötist und spielte in der Rolle des Tamino auch nicht selbst die Flöte.

Literatur[Bearbeiten]

  • Theodore Albrecht: „Anton Dreyssig (c1753/4-1820). Mozart’s and Beethoven’s ‚Zauberflötist‘“, in: Dorothea Link und Judith Nagley (Hrsg.): Words About Mozart. Essays in Honour of Stanley Sadie, The Boydell Press, Woodbridge, Suffolk 2005, S. 179-192.
  • Rudolph Angermüller: „Schikaneders Regensburger Spielplan von 1787“, in: Mozart-Jahrbuch 1987/88, Bärenreiter, Kassel 1988, S. 225-232.
  • Friedrich Blume (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Allgemeine Enzyklopädie der Musik. Kassel: Bärenreiter, 1949–1976.
  • Hans Michael SchlettererSchack, Benedict. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 30, Duncker & Humblot, Leipzig 1890, S. 486–489.
  • Constantin von Wurzbach: Žák, Benedict. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. Band 59. Verlag L. C. Zamarski, Wien 1890, S. 100 (Digitalisat).

Weblinks[Bearbeiten]