Bess Bonnier

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Bess Bonnier (* 26. Mai 1928 in Detroit; † 6. Oktober 2011 in Grosse Pointe, Michigan) war eine US-amerikanische Jazzpianistin, Komponistin und Musikpädagogin.[1]

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Bonnier, die von Geburt an blind war, hatte als Kind klassischen Klavierunterricht. Nach ihrer Graduierung an der Southeastern High School studierte sie an der Wayne State University Musik und englische Sprache, musste ihr Studium jedoch unterbrechen, um als alleinerziehende Mutter ihre drei Kinder großzuziehen. In den 1960er Jahren erwarb sie den Master-Abschluss in Englisch. Sie unterrichtete lange Jahre Jazzpiano und trat u. a. am Detroit Institute of Arts, auf dem Detroit Jazz Festival und anderen lokalen Veranstaltungsorten auf.

Bonnier legte eine Reihe von Alben unter eigenem Namen vor; 1958 erschien ihr Debütalbum beim Chicagoer Label Argo.[2] Zu ihren weiteren Alben gehört die Suite William (1999), eine Jazz-Kantate mit Texten von William Shakespeare, und Bess Bonnier and Other Jazz Birds (1985), bei dem sie mit Gastmusikern wie Roland Hanna und Pepper Adams spielte.[3] 1981 trat sie mit ihren langjährigen Freunden Tommy Flanagan, Barry Harris und Roland Hanna beim Detroit Piano Summit in einer New Yorker Kirche auf.[3]

In den 1960er Jahren arbeitete sie mit dem Vibraphonisten Jack Brokensha; ihre Kooperation ist auf dessen Album Xmazz dokumentiert, auf dem sich auch ihre Komposition „Christmas Rag“ findet.[4]. Lange Jahre war sie auch als Artist in Residence und als Musikpädagogin an Schulen im Raum Detroit tätig.[3]

Diskographische Hinweise[Bearbeiten]

  • Theme for the Tall One (Argo 1958)
  • Love Notes (Rhino, 1988) mit Paul Keller, Cary Kocher, Pete Siers

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nachruf von Susan Whitall in Detroit News 2011
  2. Argo Diskographie
  3. a b c Nachruf in Detroit Free Press
  4. Leslie Gourse, Madame Jazz: Contemporary Women Instrumentalists, Oxford 1995, S. 215