Beth Shalom (München)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Beth Shalom (hebräisch בַּיִת שָׁלוֹם „Haus des Friedens“) ist eine liberale jüdische Gemeinde in München.

Die Liberale Jüdische Gemeinde München Beth Shalom e. V. entstand aus einer Gruppe überwiegend amerikanischer jüdischer Familien, die ab 1990 für ihre Kinder Religionsunterricht und jüdische Gottesdienste nach liberaler Ausrichtung organisierten. Im März 1995 wurde die Gemeinde als eingetragener und gemeinnütziger Verein gegründet; heute zählt sie rund 80 Familien mit etwa 300 Mitgliedern. Sie gehört der Union progressiver Juden in Deutschland an.

Beth Shalom ist im Sommer 2011 in größere gemietete Gemeinderäume in Sendling umgezogen.[1] Mittelfristig ist geplant, ein eigenes Gemeindezentrum mit Hilfe des Architekten Daniel Libeskind zu bauen. Die neue Reformsynagoge ist im Stadtteil Lehel vorgesehen auf dem bislang unbebauten Platz „Am Gries“.[2] Im Mai 2011 stellte Libeskind seinen Entwurf für die liberale Synagoge in München vor.[3]

Beth Shalom hält regelmäßig Gottesdienste in den Liturgiesprachen Hebräisch und Deutsch ab, teilweise aber auch auf Englisch. Frauen und Männer sind dabei in jeder Hinsicht gleichberechtigt. Beth Shalom erteilt staatlich anerkannten Religionsunterricht und bietet Bildungsveranstaltungen für Erwachsene an. Dabei werden der jüdische Glaube und die Gebote im Geist des liberalen Judentums vermittelt.

Beth Schalom verwaltet einen kleinen Teil des Waldfriedhofs als Neuen jüdischen Friedhof. Oberrabbiner ist Walter Jacob in Pittsburgh. 2006 trat Tomáš Kučera die Nachfolge von Walter Rothschild als Gemeinderabbiner an. Kučera ist Absolvent des Abraham-Geiger-Kollegs an der Universität Potsdam. Er wurde im September 2006 in der Neuen Synagoge Dresden ordiniert und ist damit einer der ersten drei Rabbiner, die nach der Schoa in Deutschland ausgebildet wurden.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Gemeinderäume in Sendling
  2. Stararchitekt Daniel Libeskind plant Synagoge im Lehel
  3. Libeskind stellt Pläne für Synagoge in München vor

Weblinks[Bearbeiten]

48.1432111.59407Koordinaten: 48° 9′ N, 11° 36′ O