Kehillah
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Das Wort Kehillah (קהלה, hebräisch: Gemeinde; auch Kahal) bezeichnet eine jüdische Gemeinde; insbesondere ist damit die Selbstverwaltung jüdischer Gemeinschaften in der Diaspora gemeint.
Vor dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust verfügten jüdische Gemeinden in europäischen Städten meist über eine, manchmal auch mehrere, solcher kommunalen Organisationen in deren Zentren die Synagogen standen. Die Aufgaben der Kehilla bestanden unter anderem in der Organisation der Mikwe (rituelles Bad), des gemach (Verleihgesellschaft) und des kashrut (Aufsicht über die Herstellung von koscherer Nahrungsmittel). Daneben war die Kahilla als offizielle Gemeindevertretung für die Beziehungen zu den nichtjüdischen Gemeinden der Städte zuständig. So oblag es ihr in manchen Städten auch, die Steuern einzuheben, die dort speziell Juden auferlegt wurden.

