Bibliographie des Musikschrifttums

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Die Bibliographie des Musikschrifttums (BMS) ist eine internationale, interaktive und frei zugängliche Fachbibliografie für musikwissenschaftliche Literatur. Sie wird seit 2006 als Fortsetzung der bis zum Berichtsjahr 1988 im Druck erschienenen Bibliographie des Musikschrifttums vom Staatlichen Institut für Musikforschung Preußischer Kulturbesitz (SIMPK), Berlin, online publiziert.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Bibliographie des Musikschrifttums wurde 1936 vom Staatlichen Institut für deutsche Musikforschung in Berlin in Fortsetzung der bibliographischen Übersichten in den Bänden des „Jahrbuches der Musikbibliothek Peters“ mit dem Ziel begründet, die international erscheinende Literatur über Musik fortlaufend zu verzeichnen. Sie wurde zunächst bei Friedrich Hofmeister in Leipzig (Berichtsjahre 1.1936–4.1939, erschienen 1936–1941) verlegt, Herausgeber waren 1936–1938 Kurt Taut, 1939–1941 Georg Karstädt. Nach einer Berichtszeit von vier Jahren musste die BMS ihr Erscheinen kriegsbedingt einstellen. Ihre Wiederaufnahme nach dem Zweiten Weltkrieg geht auf die Initiative des Musikwissenschaftlers und Bibliothekars Wolfgang Schmieder zurück, der im Auftrag des neu konstituierten Instituts für Musikforschung 1954 einen ersten neuen Band mit dem Berichtszeitraum 1950/51 herausbrachte. Seitdem wurde die Bibliographie kontinuierlich als eigenständige Publikation des Staatlichen Instituts für Musikforschung Preußischer Kulturbesitz fortgesetzt. Die BMS erschien 1954–1968 bei Hofmeister in Frankfurt, ab 1969 bei Schott in Mainz. Als letzter Band in Printform erschien 2001 jener für das Berichtsjahr 1988. Seit 1968 arbeitet die bibliographische Redaktion des SIMPK auch als deutsche Redaktion für Répertoire International de Littérature Musicale (RILM).

Quellen der Bibliographie[Bearbeiten]

Als Quellen werden von der BMS-Redaktion Nationalbibliographien, Fachzeitschriften und Spezialbibliographien ausgewertet sowie fachfremde Zeitschriften untersucht, die musikalisch relevante Themen im weiteren Sinne behandeln. Pro Jahrgang werden ca. 600 Quellen ausgewertet und ca. 10.000 Titel erfasst. Autoren und Verleger können selbst zur Aktualität der Datenbank in erheblichem Maße dadurch beitragen, dass sie ihre bibliographischen Daten über ein online verfügbares Eingabeformular selbst eintragen.

Mediengattungen[Bearbeiten]

Die Bibliographie des Musikschrifttums verzeichnet musikwissenschaftliche und musikbezogene Bücher und Aufsätze aus Zeitschriften, Festschriften, Kongressberichten, Jahrbüchern, Sammelbänden, kritischen Berichten von Gesamtausgaben sowie relevante Beiträge aus interdisziplinären Werken und Rezensionen. Zahlreiche Titel sind mit einer Zusammenfassung (Abstract) versehen oder mit Webressourcen verlinkt.

Umfang/Zuwachs[Bearbeiten]

Im April 2012 weist die BMS über 315.000 Schriften mit Musikbezug von 1950 bis 1975 sowie ab 1986 nach, für den Zeitraum 1989–1999 vorläufig eingeschränkt auf in Deutschland publizierte Schriften. Die Konversion und Überarbeitung vorhandener Altdaten (1936–1941; 1976–1985) ist geplant, die Schließung der Berichtslücke 1942–1949 vorgesehen.

Weblinks[Bearbeiten]