Biwaksack

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Biwaksack im Wintereinsatz an der Benediktenwand

Der Biwaksack ist ein winddichter, meist auch wasserdichter Sack, der bei Übernachtungen im Freien, dem sogenannten Biwakieren als Außenhülle um den Schlafsack verwendet wird und vor Nässe, Schmutz, Auskühlung durch Wind und anderen schädlichen Einflüssen schützt. Er wird in Ausführungen für eine oder auch für zwei Personen gefertigt und vorwiegend beim Bergsteigen, Klettern oder Trekking benutzt.

Einfache Biwaksäcke bestehen aus wasserdichtem Kunststoff (meist Polyurethan/PU). Sie sind leicht und preiswert, haben aber den Nachteil, dass sich im Lauf mehrerer Stunden an ihrer Innenseite Kondenswasser bildet, das den darunterliegenden Schlafsack befeuchtet. Dieser Prozess wird durch eine kalte Außentemperatur beschleunigt. PU-beschichtete Biwaksäcke sind deshalb für Wintereinsätze nicht geeignet und mehrere Nächte hintereinander können solche Biwaksäcke deshalb nur dann verwendet werden, wenn die Möglichkeit besteht, den Schlafsack tagsüber ausgiebig zu lüften und trocknen zu lassen. Insbesondere Daunenschlafsäcke sind sehr feuchtigkeitsempfindlich.

Aufwendigere Biwaksäcke werden deshalb an ihrer Oberseite aus einer dampfdurchlässigen Membran (z. B. Gore-Tex etc.) oder einem Laminat (z. B. Sympatex, Hyvent etc.) gefertigt, das die Feuchtigkeit teilweise dampfförmig aus dem Inneren nach außen entweichen lässt, ohne jedoch Nässe von außen eindringen zu lassen.

Eine Sonderform ist das Biwakzelt: ein Biwaksack, der mithilfe eines kleinen, zeltartigen Aufbaus über dem Kopf auch das Gesicht vor Regen und Wind schützt, also eine Zwischenform zwischen Biwaksack und Zelt.

Als Erfinder des Biwaksacks gilt Mathias Zdarsky.

Siehe auch[Bearbeiten]