Blixen (Adelsgeschlecht)

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Wappen derer von Blixen

Blixen ist der Name eines seit 1239 in Vorpommern nachweisbaren Adelsgeschlechts, das südlich von Greifswald begütert war.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Geschlecht erscheint 1239 erstmals urkundlich mit Hinricus Blixino[1] und beginnt traditionell seine Stammreihe mit Clawes Blixen um 1500.

Die wichtigsten Besitzungen in Vorpommern waren Klein Zastrow, Jargenow, Sestelin und Negentin.

Friedrich August von Blixen (1663–1731) wurde 1723 in den schwedischen Adel und das Ritterhaus aufgenommen. Seit 1756 in Schweden (Näsbyholm) und seit 1801 in Dänemark (1801–1915 Dallund, ab 1904 Hesselagergaard) begütert, verkaufte der Baron Carl Frederik von Blixen-Finecke die vorpommerschen Güter Klein Zastrow und Sestelin 1848. Seit der Übernahme von Dallund bezeichnete sich dieser Zweig der Familie Blixen-Finecke. Er wurde 1772 mit Conrad Christoph von Blixen in den schwedischen und 1802 in den dänischen Freiherrenstand erhoben. Der zweite, adlige Zweig auf Jargenow und Negentin starb mit Gustav Adolf von Blixen 1852 in der männlichen Linie aus. Die Nachkommen seiner Schwester besaßen die Güter Alt Negentin und Alt Jargenow noch bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Heute existieren eine schwedische Linie, die Freiherren von Blixen-Finecke auf Näsbyholm bei Trelleborg, und eine dänische Linie Blixen-Finecke (ohne von) auf Hesselagergaard auf Fünen.

Wappen[Bearbeiten]

Das Stammwappen zeigt in Blau eine strahlende goldene Sonne, aus der im Schächerkreuz drei goldene Blitze zucken. Auf dem Helm mit blau-goldenen Decken ein linksgekehrter, mit silberner Stirnbinde geschmückter und von einem silbernen Pfeil von hinten durchschossener Mohrenkopf.

Namensträger[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pommersches Urkundenbuch. Bd. 1, S. 299

Literatur[Bearbeiten]

  • Carl Gesterding: Genealogien und beziehungsweise Familienstiftungen Pommerscher, besonders ritterschaftlicher Familien. Erste Sammlung. G. Reimer, Berlin 1842, S. 75ff. (Digitalisat) (Insbesondere für die Zeit vor 1600 sehr fehlerhaft und veraltet)
  • Julius Theodor Bagmihl: Pommersches Wappenbuch. Bd. 2, Stettin 1846, S. 97ff. Digitalisat
  • Gabriel Anrep: Svenska adelns Ättar-taflor. Bd. 1, Norstedt & Söner, Stockholm 1858, S. 221 (Google bücher). (Veraltet und fehlerhaft, Empfehlung: Nachfolgewerk von Gustaf Elgenstierna, Den introducerade svenska adelns ättartavlor, Stockholm 1925-36).
  • Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band I, Band 53 der Gesamtreihe, S. 432-433, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1972, ISSN 0435-2408
  • Dirk Schleinert: Zur Geschichte der Familie von Blixen in Vorpommern (Zwischen Schwinge und Peene, H. 2), Magdeburg 2008. (Stammtafel im Anhang ebenfalls noch mit Fehlern, besser bei: Dirk Schleinert, Out of Pommern. Der Übergang der Familie von Blixen nach Schweden und Dänemark, In: Martin Krieger, Joachim Krüger (Hrsg.): Regna firmat pietas. Staat und Staatlichkeit im Ostseeraum. Festgabe zum 60. Geburtstag von Jens E. Olesen. Greifswald 2010, ISBN 978-3-86006-359-0, S. 341–357).
  • Dirk Schleinert: Strövtåg i släkten Blixens historia i Pommern 1239–1852 (Streifzüge durch die Geschichte des Geschlechts Blixen in Pommern 1239-1852), in: Personhistorisk tidskrift 2012:1, S. 83-97.
  • Dirk Schleinert: Blixen, Freiherren von Blixen-Finecke, Familie von. In: Dirk Alvermann, Nils Jörn (Hrsg.): Biographisches Lexikon für Pommern. Band 1 (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern. Reihe V, Band 48,1). Böhlau Verlag, Köln Weimar Wien 2013, ISBN 978-3-412-20936-0, S. 27–30.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Blixen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien