Bongi Makeba

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Bongi Makeba (* 20. Dezember 1950 in Pretoria, Südafrika; † 1985 in Conakry, Guinea; eigentlich Sibongile Angela Makeba[1]) war eine Sängerin und Songwriterin.

Bongi Makeba war das einzige Kind der südafrikanischen Sängerin Miriam Makeba. In New York City wurde sie im April 1968, im Alter von 17 Jahren, erstmals selbst Mutter; Vater des gemeinsamen Sohnes Nelson Lumumba Lee war der US-amerikanische Musiker Nelson Lee von dem sie auch eine Tochter bekam: Zenzi Monique Lee. Bongi Makeba begleitete ihre Mutter nach Guinea, als diese Ende der 1960er Jahre, aufgrund ihrer Nähe zur Black Panther-Bewegung, in den USA kaum mehr Auftrittsmöglichkeiten bekam und vom FBI beobachtet wurde. Die Familie nahm damit ein Angebot des guineischen Alleinherrschers Ahmed Sékou Touré an, zu dem in der Folge ein freundschaftliches Verhältnis bestand. Zu dieser Zeit schrieb sie mehrere Lieder für ihre Mutter und weitere südafrikanische Musiker. Auf dem staatseigenen guineischen Label Syliphone wurden in den 1970ern einige Aufnahmen Bongis, zusammen mit ihrer Mutter bzw. ihrem Ehemann, veröffentlicht. 1980 nahm Bongi Makeba ihr einziges Solo-Album auf, Blow On Wind, das außerhalb Guineas bei pläne records veröffentlicht wurde. 1985 starb die Mutter dreier Kinder unter mysteriösen Umständen in Guineas Hauptstadt Conakry, offenbar an den Folgen eines Kaiserschnitts.[2] Ihr Sohn Nelson Lumumba Lee ist selbst Musiker. Mit seiner Großmutter Miriam nahm er einige Stücke seiner Mutter neu auf.

Diskographie[Bearbeiten]

Singles

  • Everything, For My Love / Do You Remember, Malcolm? (1971, Syliphone SYL 532), zusammen mit Ehemann Nelson Lee als Bongi and Nelson
  • That’s the kind of love / I was so glad (1971, Syliphone SYL 533), als Bongi and Nelson

Alben

  • Myriam Makeba et Bongi (1975, Syliphone SLP 48), zusammen mit Miriam Makeba
  • Blow on Wind (1980, pläne)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sashni Pather: Family safeguards Makeba legacy. Artikel vom 15. November 2009 auf Times Live, der Internetpräsenz der südafrikanischen Sunday Times
  2. Miriam Makeba, James Hall: Homeland Blues. Ein farbiges Leben. Goldmann Verlag, ISBN 3-442-09799-1