Borsec

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Borsec
Bad Borseck
Borszék
Borsec führt kein Wappen
Borsec (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Harghita
Koordinaten: 46° 58′ N, 25° 33′ O46.97083333333325.5575850Koordinaten: 46° 58′ 15″ N, 25° 33′ 27″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 850 m
Fläche: 96,00 km²
Einwohner: 2.585 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner je km²
Postleitzahl: 535300
Telefonvorwahl: (+40) 02 66
Kfz-Kennzeichen: HR
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: József Mik (UDMR)
Postanschrift: Str. Carpați, nr. 6/A
loc. Borsec, jud. Harghita, RO–535300
Webpräsenz:
Sonstiges
Stadtfest: August

Borsec (deutsch Bad Borseck, ungarisch Borszék) ist eine Stadt und ein Kurort im Kreis Harghita in Rumänien.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Borsec liegt im Szeklerland, im Osten Siebenbürgens im Giurgeu-Gebirge, einem Teil der Ostkarpaten. Die Kreishauptstadt Miercurea Ciuc befindet sich etwa 70 km südlich.

Geschichte[Bearbeiten]

Vermutlich bereits seit dem Spätmittelalter waren die in der Region der heutigen Stadt entspringenden Mineralwässer bekannt. Die Region lag im 18. Jahrhundert auf dem Gebiet der Militärgrenze, die die Südostflanke des Kaisertums Österreich vor dem Osmanischen Reich schützen sollte. Zwischen 1762 und 1764 entstanden die ersten Gebäude zur Behandlung von Kranken. Bereits in den 1770er Jahren wurden die ersten wissenschaftlichen Abhandlungen über die Zusammensetzung der Borsecker Mineralwässer verfasst. 1804 erhielt der Hofkriegskonzipist Johann Valentin Günther eine Konzession zum Verkauf des Wassers. 1819/1820 wurde eine Fahrstraße in den Ort errichtet. Seit 1822 wurde das Mineralwasser bis nach Wien gebracht, was die Bekanntheit des Ortes erhöhte.[2]

Holzkirche in Borsec

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Kurbetrieb weiter ausgedehnt. Auf der Weltausstellung 1873 in Wien erhielt das Wasser eine Auszeichnung mit dem Prädikat „Königin der Mineralwasser“.[3]

Bis 1918 gehörte der Ort zum Königreich Ungarn, zum Fürstentum Siebenbürgen bzw. zu Österreich-Ungarn. Nach dem Ersten Weltkrieg kam er zu Rumänien, von 1940 bis 1944 infolge des Zweiten Wiener Schiedsspruches vorübergehend wieder zu Ungarn. 1956 wurde Borsec zur Stadt erklärt.[4]

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte ein weiterer Ausbau der touristischen Infrastruktur. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes führten jedoch zu einem teilweisen Niedergang des Kurortes.[3]

Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind weiterhin der Tourismus und die Mineralwasserproduktion.

Bevölkerung[Bearbeiten]

1850 lebten auf dem Gebiet der heutigen Stadt 320 Personen, darunter 144 Ungarn, 104 Deutsche und Juden und 67 Rumänen. Bis 1880 war die Zahl der Bewohner auf 1.116 gestiegen. Bei der Volkszählung 2002 wohnten in Borsec 2.864 Einwohner, darunter 2.240 Ungarn, 607 Rumänen und 14 Roma.[5]

Verkehr[Bearbeiten]

Borsec verfügt über keinen Bahnanschluss. Eine nach Toplița führende Schmalspurbahn ist heute stillgelegt. Regelmäßige Busverbindungen bestehen nach Miercurea Ciuc und nach Bukarest.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Kuranlagen
  • Holzkirche (1847)
  • landschaftlich reizvolle Umgebung

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Borsec – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. Anton Kurz: Borszék, Siebenbürgens berühmtester Kurort. Verlag Johann Gött, Kronstadt 1844, Digitalisat.
  3. a b Anne Kotzan: Rumänien. Baedeker, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-8297-1172-2, S. 248.
  4. hartaharghita.ro, abgerufen am 25. Juli 2009
  5. Volkszählung 2002, abgerufen am 25. Juli 2009 (PDF; 691 kB)