Botho Coreth

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Botho Theobald Rudolf sen. Graf Coreth zu Coredo (* 20. Oktober 1871 auf Schloss Welsberg, Gemeinde Sulmeck-Greith; † 25. Januar 1942 in Hochscharten, Gemeinde Waizenkirchen) war ein österreichischer Unternehmer und Politiker.

Coreth stammt aus dem Tiroler Uradel. 1897 heiratete er Maria Gräfin zu Aichelburg und erwarb das Schloss Hochscharten bei Waizenkirchen in Oberösterreich. Er war langjähriger Bürgermeister des Ortes und bekleidete im landwirtschaftlichen und wirtschaftlichen Bereich viele Funktionen. Im Ersten Weltkrieg leistete Coreth Frontdienst und war Inhaber zahlreicher Kriegsauszeichnungen. In den dreißiger Jahren war er ein enger Vertrauter Starhembergs und Funktionär der Heimwehr.

1934 wurde Coreth Mitglied des österreichischen Staatsrates und des Bundestages. Im Zusammenhang mit dem sog. Phönix-Skandal trat er im April 1936 zurück, obwohl ihn persönlich kein Vorwurf traf. Nach 1938 wurde er politisch verfolgt[1][2] und zweimal verhaftet. 1942 musste er seinen Besitz Hochscharten verkaufen.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Brigitte Galanda ua.: Widerstand und Verfolgung in Oberösterreich 1934-1945 ; Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Wien 1982
  2. Niederösterreichische Nachrichten: Meist auf dem kürzeren Ast gesessen