Botrange

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Botrange
Baltia-Hügel auf der Botrange

Baltia-Hügel auf der Botrange

Höhe 694,24 m O.P.
Lage nahe Weismes; Provinz Lüttich, Wallonien (Belgien)
Gebirge Hohes Venn
Koordinaten 50° 30′ 6″ N, 6° 5′ 35″ O50.5016666666676.0930555555556694.24Koordinaten: 50° 30′ 6″ N, 6° 5′ 35″ O
Botrange (Lüttich)
Botrange
Besonderheiten höchste Erhebung Belgiens
Botrange: Aussichtsturm Signal de Botrange
Botrange, Baltia-Hügel: 700-m-Punkt

Die Botrange im Gemeindegebiet von Weismes in der ostbelgischen Provinz Lüttich ist mit 694,24 m O.P. die höchste Erhebung Belgiens und liegt im Hohen Venn. Der dort aufgeschüttete Baltia-Hügel (nach dem belgischen General-Leutnant und General-Gouverneur für die Ostkantone, Baron Herman Baltia benannt) sollte Belgiens höchsten Punkt auf über 700 m Höhe bringen.[1]

Name[Bearbeiten]

Der Name Botrange, früher auch Bodringen oder Baldringen anstelle von Sicco Campo genannt, weist in die Vorzeit zurück. Germanisch "bald", altfranzösisch "baut" bedeutet es "tapfer" und "kühn". Baldringen war also Sitz des Baldur, des Tapferen und Kühnen.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Botrange liegt innerhalb des Hohen Venns im Naturpark Hohes Venn-Eifel. Sie befindet sich zwischen Sourbrodt, einem Ortsteil der Gemeinde Weismes, im Südsüdosten, und dem Kernort der Gemeinde Jalhay, im Nordwesten. Die Ortschaften sind durch über die Erhebung führende Straßen miteinander verbunden.

Geschichte[Bearbeiten]

Von 1815 bis 1920 lag die Grenze zu Belgien weiter nördlich bei Baraque Michel. Zu dieser Zeit gehörte die Botrange zu Preußen und zur Rheinprovinz. Auf preußischen Karten wird ihre Höhe mit 692 m[2] angegeben, 2 m weniger als belgische Höhenangaben. Dies resultiert daraus, dass die Preußen ihre Höhenangaben vom Amsterdamer Peil ableiteten, Belgien dagegen von einem Peil bei Ostende. Zu dieser Zeit war Baraque Michel der höchste Punkt Belgiens.

Türme[Bearbeiten]

Die Spitze des 1933/34 von François Fagnoul aus Ovifat auf der Botrange erbauten Turms krönte bis zum Zweiten Weltkrieg (1939–1945) eine stählerne Wetterfahne mit dem ausgesparten Namen SICCO CAMPO – am trockenen Ort. Inzwischen dient die Turmspitze als Sendeanlage und erreicht eine faktische Höhe von 718 m.

Im November 2013 einigte man sich auf der Botrange einen 50 m hohen Turm mit Parabolantennen zu errichten, um den Datenaustausch zwischen den Börsen von London und Frankfurt zu verbessern.[3]

Sehenswertes[Bearbeiten]

Etwa einen Kilometer südlich unterhalb der Botrange befindet sich das Naturparkzentrum Botrange[4] mit wechselnden Ausstellungen zu regionalen und Naturthemen sowie einer Dauerausstellung. Knapp 3 km nordwestlich befindet sich Baraque Michel (Herberge; ca. 674 m) mit der ein paar Hundert Meter südlich davon stehenden Kapelle Fischbach.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Höhenbezugssysteme
  2. Karte des Deutschen Reiches, 455. Eupen., von 1897, auf wikipedia.org
  3. Belgischer Rundfunk News: Neuer Turm für die Bortange (abgerufen am 30. Dezember 2013)
  4. Naturparkzentrum Botrange, auf centrenaturebotrange.be