Burg Neuwindstein

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Burg Neuwindstein
Wohnturm der Oberburg

Wohnturm der Oberburg

Alternativname(n): Château du Nouveau-Windstein
Entstehungszeit: um 1339
Burgentyp: Höhenburg, Felslage
Erhaltungszustand: Ruine
Ständische Stellung: Freiadlige
Bauweise: Buckelquader
Ort: Windstein
Geographische Lage 48° 59′ 38″ N, 7° 40′ 41″ O48.9938888888897.6780555555556Koordinaten: 48° 59′ 38″ N, 7° 40′ 41″ O

Die Ruine der Burg Neuwindstein (frz.: Château du Nouveau-Windstein) ist die Ruine einer Felsenburg auf einem Berg westlich der Gemeinde Windstein im Kanton Niederbronn-les-Bains im Departement du Bas-Rhin.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Innere des Wohnturms.

Früher nahm man an, die Burg sei nach der Zerstörung der Burg Altwindstein nach 1332, vermutlich 1339, durch Wilhelm von Windstein als Lehen der Bischöfe von Speyer errichtet worden. Diese Baunachricht bezieht sich aber wahrscheinlich auf die Nordanlage von Altwindstein. Der spätromanisch-frühgotische Formenschatz von Neuwindstein erweist dagegen, dass die Burg schon in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstanden sein muss.

Im 14. und 15. Jahrhundert war sie gemeinsamer Besitz der Herren von Windstein mit anderen Familien, so zum Beispiel den Herren von Lichtenberg, den Grafen von Leiningen, der Kurpfalz und den Eckebrechten von Dürkheim. Mit Hans Ostertags von Windstein starben 1480 die Herren von Windstein aus.

Seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts war die Burg im alleinigen Besitz der Eckebrechten von Dürkheim und wurde 1676 nach erfolgloser Verteidigung durch den kurpfälzischen Oberst Wolf Friedrich von Dürkheim durch die Franzosen zerstört. Ein Wiederaufbau unterblieb.

Anlage[Bearbeiten]

Vorhanden sind heute noch umfangreiche Ruinen, so der (nicht mehr begehbare) Wohnturm der Oberburg mit Schildmauer, Gebäudereste der Unterburg sowie eine Barbakane.

Im Gegensatz zu vielen anderen Felsenburgen sind in dieser Anlage nur wenige Teile der Burg aus dem Buntsandsteinfelsen heraus gehauen. Der Burgfelsen ist auch nicht so mächtig wie der einer typischen Felsenburg. Es sind dafür noch mächtige Mauern aus Buckelquadern erhalten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Biller: Die Burgengruppe Windstein und der Burgenbau in den nördlichen Vogesen. 30. Veröffentlichung der Abteilung Architektur des Kunsthistorischen Instituts der Universität zu Köln, Köln 1985.
  • Michel Vogt: Das goldene Zeitalter der Elsässischen Burgen. Ed. Cayelles, Barr 2001, ISBN 2-9509600-1-4.
  • Felix Wolff: Elsässisches Burgen-Lexikon. Weidlich, Frankfurt/Main 1979, ISBN 3-8035-1008-2.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Burg Neuwindstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien