Cameo (Band)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Cameo
Allgemeine Informationen
Genre(s) Funk, Contemporary R&B
Gründung 1974
Gründungsmitglieder
Larry Blackmon

Cameo ist ein aus der Band The New York City Players hervorgegangenes Funk- und Rhythm-and-Blues-Projekt des Musikers Larry Blackmon.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

1974 wurde die damals 13-köpfige Band durch Larry Blackmon, der eine Ausbildung an der anerkannten Julliard-Musikhochschule in New York absolvierte, ins Leben gerufen. Später dann wurde aus den New York City Players die Musikgruppe Cameo.

Die ersten Alben Cardiac Arrest, Ugly Ego, We All Know Who We Are und Secret Omen erschienen auf dem Casablanca Record & FilmWorks-Sublabel Chocolate City Records und enthalten Dance-floor-Lieder wie Rigor Mortis, I Just Want to Be und Find My Way, welcher ein großer Diskothekenhit wurde und ebenfalls auf dem Soundtrack zu Thank God It’s Friday zu finden ist.

Als Cameosis 1980 auf dem Musikmarkt erschien, hatte Cameo schon einen beträchtlichen Bekanntheitsgrad durch Singles wie Shake Your Pants erlangt. Die Alben Knights of the Sound Table (1981) und Alligator Woman (1982) zeigten die musikalische Vielseitigkeit der Band.

Mitte der 1980er Jahre war Cameo bereit sich weiterzuentwickeln und die Band wurde auf Larry Blackmon, Tomi Jenkins, Nathan Leftenant und Charles Singleton reduziert. Durch den Einfluss neuer Bands, die sich vor allen Dingen im Bereich des „Electronic Funk“ breitmachten, trieb Larry Blackmon seine Gruppe ebenfalls in diese Musikrichtung. Schneidende Synthesizersounds, eckige vom Computer gespielte Schlagzeugbeats und präzise Basslinien bilden die Grundlage ihres Stils.

Die Auskoppelung 12-inch Mix aus dem Album She’s Strange wurde ein Riesenerfolg in den R&B-Clubs der USA. Der Titelsong ebenso wie der darauffolgende Song Talkin’ Out the Side of Your Neck waren weniger erfolgreich. Der wohl berühmteste Cameo-Hit Word Up! kam Mitte 1986 auf den Markt (Charles Singleton war zu diesem Zeitpunkt bereits aus der Band ausgetreten). Durch die gekonnte Verbindung zwischen Funk- und Pop-Elementen schufen sie dabei einen tanzbaren Ohrwurm, den in dieser Zeit weltweit die Radiostationen und Club-DJs rauf und runter spielten; die Band wurde mit diesem Hit zu Superstars. Die nachfolgenden Lieder Candy und Back and Forth waren ebenfalls große Erfolge für das Funktrio. Ende 1986 schien es, als ob Word Up! überall zu hören war: im Radio, in den Clubs, MTV, in der Coca-Cola Werbung. Sogar im alltäglichen Sprachgebrauch war Word Up! immer häufiger zu hören, da es sich zum nationalen Schlagwort entwickelte.

Vor der Veröffentlichung ihres Nachfolgealbums nahm die Band erstmal eine Pause, bevor sie zwei Jahre später die Platte Machismo herausbrachte, die von Kritikern positiv aufgenommen wurde. Das Stück In the Night wurde zusammen mit Miles Davis aufgenommen. Auch Emotional Violence, welches 1991 veröffentlicht wurde, kam bei Kritikern gut an, konnte aber nicht mehr an den Erfolg von Word Up! anknüpfen. Dieser Song stellt einen der letzten großen Hits des Funkgenres dar, bevor diese Stilrichtung an den Hip Hop abgetreten werden musste. So ebbt auch der Erfolg von Cameo langsam wieder ab.

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
[1][2][3]
It’s Serious
  US 98 13.05.1978 (2 Wo.)
Just Want to Be
  US 86 25.08.1979 (8 Wo.)
Sparkle
  US 90 29.12.1979 (4 Wo.)
We’re Goin' Out Tonight
  US 90 21.06.1980 (6 Wo.)
Shake Your Pants
  US 90 30.08.1980 (7 Wo.)
She’s Strange
  DE 46 18.06.1984 (12 Wo.)
  UK 38 07.04.1984 (5 Wo.)
  US 47 07.04.1984 (11 Wo.)
Word Up!
  DE 3 27.10.1986 (18 Wo.)
  UK 3 13.09.1986 (8 Wo.)
  US 6 13.09.1986 (21 Wo.)
Candy
  UK 23 06.12.1986 (8 Wo.)
  US 21 27.12.1986 (17 Wo.)
Back and Forth
  UK 11 25.04.1987 (9 Wo.)
  US 50 25.04.1987 (8 Wo.)
She’s Mine
  UK 35 17.10.1987 (4 Wo.)
You Make Me Work
  UK 74 29.10.1988 (1 Wo.)
  US 85 05.11.1988 (5 Wo.)
Jahr Album Label
1977 Cardiac Arrest Chocolate City
1978 We All Know Who We Are Chocolate City
1978 Ugly Ego Chocolate City
1979 Secret Omen Chocolate City
1980 Cameosis Casablanca
1980 Feel Me Casablanca
1981 Knights of the Sound Table Casablanca
1982 Alligator Woman Casablanca
1983 Style Casablanca
1984 She’s Strange Casablanca
1985 Single Life Casablanca
1986 Word Up! Casablanca
1987 Candy Casablanca
1990 Real Men... Wear Black Polygram Records
1992 Emotional Violence Reprise Records
1992 Shake Your Pants Polygram Records
1993 The Best of Cameo Mercury
1994 In the Face of Funk Way Too Funky
1996 The Best of Cameo, Volume 2 Mercury
1996 Nasty Intersound Records
1998 Best of Cameo Universal Records
1998 Live: Word Up Universal Records
1998 The Ballads Collection Polygram Records
1998 Greatest Hits Polygram Records
1999 12" Collection and More Mercury
2000 Sexy Sweet Thing Crash Records
2001 The Hits Collection Universal Records
2001 The Millennium Collection: The Best of Cameo Mercury
2002 Anthology Mercury
2003 Original Artist Hit List Intersound Records
2003 Classic Cameo Mercury
2004 The Best of Cameo Collectables Records
2005 Gold Mercury
2006 The Definitive Collection Mercury

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. HIT-BILANZ, deutsche Chart Singles 1956-2001 auf CD-ROM; Verlag: TAURUS PRESS Verlag populärer Musik-Literatur GmbH
  2. HIT-RECORDS, UK Chart Singles 1950-2000 auf CD-ROM; Verlag: TAURUS PRESS Verlag populärer Musik-Literatur GmbH
  3. HIT-GUIDE, US Chart Singles 1950-1999 auf CD-ROM; Verlag: TAURUS PRESS Verlag populärer Musik-Literatur GmbH

Weblinks[Bearbeiten]