Karl Wilhelm Gropius

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Karl Wilhelm Gropius (auch Carl Wilhelm Gropius, * 4. April 1793 in Braunschweig; † 20. Februar 1870 in Berlin) war ein deutscher Maler.

Leben[Bearbeiten]

Gropius bildete sich in Berlin unter Karl Friedrich Schinkels Leitung zum Landschaftsmaler aus. In Paris lernte er das von Louis Daguerre und Charles Marie Bouton erfundene Diorama kennen. Er bereiste auch Italien und Griechenland und brachte eine Anzahl Ansichten mit, die er in seinem 1827 eröffneten Diorama verwendete. Später wandte er sich der Dekorationsmalerei zu und arbeitete seit 1819 als Hoftheatermaler für die Berliner Bühnen. In dieser Eigenschaft entwarf er unter anderem die Bühnenbilder für die Uraufführung des Freischütz von Carl Maria von Weber für das Theater am Gendarmenmarkt.

Die Früchte seiner Reisen, eine Sammlung von Ansichten aus verschiedenen Gegenden, gab er 1846 in zwölf Heften heraus. Eine Sammlung seiner Ornamente in verschiedenen Baustilen erschien 1846.

Literatur[Bearbeiten]

  • Robert Dohme: Gropius, Carl. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 9, Duncker & Humblot, Leipzig 1879, S. 733.
  • Horst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert, Hannover 1996, S. 227f.
  • Erich Stenger, Daguerres Diorama in Berlin. Ein Beitrag zur Vorgeschichte der Photographie, Berlin 1925.