Caroline Haslett

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Caroline Haslett (* 17. August 1895 in Worth/Suffolk; † 4. Januar 1957) war eine englische Elektro-Ingenieurin und Gründerin der britischen Women's Engineering Society (WES).

Lebenslauf[Bearbeiten]

Nach dem Abschluss der High School begann Caroline Haslett als Sekretärin in einer Maschinenbaufirma zu arbeiten. Auf eigenen Wunsch wurde sie während des Ersten Weltkriegs in die Produktion versetzt. Ihr dort erworbenes Wissen nutzte sie, um einen Abschluss als Ingenieurin zu machen. Später qualifizierte sie sich zur Elektroingenieurin.

1919 gründete Haslett die Women's Engineering Society (WES) und wurde dessen erste Geschäftsführerin. Ihr Ziel war eine professionelle Ausbildung der Frauen im Ingenieurberuf ein. Sie initiierte die Zeitschrift der Society, The Woman Engineer, und gab diese über viele Jahre heraus.

Im Jahr 1924 war sie Gründerin und bis 1956 Direktorin der Electrical Association for Women, die sich zu einer Organisation mit über 90 Zweigstellen im ganzen Land und zehntausend Mitgliedern entwickelte. Im Jahr 1930 erfolgte ein Treffen mit Albert Einstein auf der Welt-Energie-Konferenz (World Power Conference) in Berlin, der Besuch führte zur Gründung des Deutschen-Frauen-Ingenieurs-Vereins.

Beim Treffen 1936 mit Henry Ford im Edison Museum und in Tennessee Valley war sie überrascht, dass der Gebrauch der Elektrizität in den USA weniger fortgeschritten war als in England. Caroline Haslett war beeinflussende Befürworterin der Rolle der Elektrizität bei der Vereinfachung der Hausarbeit.

Ehrungen[Bearbeiten]

1931 wurde Haslett zum Commander of the Order of the British Empire und 1947 zur Dame Commander of the British Empire ernannt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Renate Strohmeier: Lexikon der Naturwissenschaftlerinnen und naturkundigen Frauen Europas. Von der Antike bis zum 20. Jahrhundert. Deutsch. Thun 1998. S. 130-131.

Weblinks[Bearbeiten]