Catherine Russell (Sängerin)

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Catherine Russell (* 1956 in New York) ist eine US-amerikanische Blues- und Jazz-Sängerin.

Leben[Bearbeiten]

Ihr Vater Luis Russell stammt aus Panama. Er wanderte nach New Orleans ein und lebte dort einige Jahre, bevor er sich in New York niederließ. Er wurde Pianist und Bandleader und war über viele Jahre Louis Armstrongs musikalischer Direktor. Ihre Mutter Carline Ray ist eine Bassistin und Sängerin, die über Abschlüsse der Juillard und Manhattan School of Music verfügt. (Sie ist unter anderem mit Mary Lou Williams und Wynton Marsalis aufgetreten.)

Auch Catherine Russell schlug eine musikalische Karriere als Sängerin ein. Ein Teil ihrer Gesangsausbildung machte sie am Berklee College of Music in Boston, sagt jedoch, ihre beste Lehrerin wäre ihre Mutter gewesen. Sie ist mit Kollegen auf der ganzen Welt aufgetreten, u.a. mit Paul Simon, David Bowie, Steely Dan, Cyndi Lauper, Jackson Browne, Donald Fagen und Rosanne Cash.

Werke[Bearbeiten]

Sie hat mehrere Alben unter eigenem Namen herausgebracht, 2006 ihr Debütalbum Cat zusammen mit dem Gitarristen Frank Portolese und dem Banjo- oder Mandolinenspieler Stuart J. Rosenberg auf „Harmonia Mundi's World Village Label“ und 2008 auf demselben Label ihr zweites Album Sentimental Streak in der Besetzung Catherine Russell (Gesang), Mark Shane (Piano), Larry Ham (Piano), Lee Hudson (Bass), James Wormworth (Schlagzeug), Matt Munisteri (Gitarre und Banjo), Larry Campbell (Gitarre und Geige), Steven Bernstein (Trompete und Cornet), Howard Johnson (Tuba), Eric Lawrence (Saxophon) und Rachelle Garniez (Akkordeon).

Ihre CDs zeigen ihre Wurzeln um Blues, R&B, Soul, Swing und Jazz. Elemente des frühen New Orleans Jazz sind dabei ebenso wenig zu überhören wie Anleihen an ihre Vorbilder Etta James, Abbey Lincoln, Louis Armstrong, Bessie Smith, Pearl Bailey und Ella Fitzgerald. Für das zweite, überwiegend akustisch arrangierte, Album Sentimental Streak erhielt sie unter anderem 2008 den Preis der deutschen Schallplattenkritik in der Sparte Jazz. Ihr Album Strictly Romancin’ (World Village/Harmonia Mundi) wurde 2013 von der französischen Académie du Jazz mit dem Prix Billie Hollyday (Prix du Jazz Vocal) ausgezeichnet.[1]

Daneben ist sie auch auf einem Live-Mitschnitt vom Mary Lou Williams Women in Jazz Festival 2010 dokumentiert (auf der CD Walkin' & Swingin' Mary Lou Williams Women in Jazz Festival Vol. 2 ist sie auf zwei Titeln mit dem Diva Jazz Orchestra zu hören).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Palmarès 2012 de l'Académie du Jazz, francetv.fr vom 16. Januar 2013, abgerufen 3. Februar 2013 (französisch)