Berklee College of Music

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Berklee College of Music in Boston

Das Berklee College of Music ist ein unabhängiges Musikcollege in Boston, Massachusetts.

Die Schule hat derzeit (Stand 2009) etwa 4.000 Studenten und 238 hauptberufliche sowie 291 nebenberufliche Lehrkräfte. Das jährliche Schulgeld beträgt ungefähr 33.600 US-Dollar, wobei sich jeder Bewerber automatisch für ein Stipendium bewirbt. Berklee hat einen hohen Anteil an ausländischen Studenten; es sind über 22,8 %, die aus mehr als 70 Ländern kommen.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Bühne

Berklee wurde 1945 von Lawrence Berk als Schillinger House of Music gegründet, benannt nach seinem Lehrer Joseph Schillinger. Der ursprüngliche Zweck der Schule war, das Schillinger-Kompositionssystem zu unterrichten.[2] Nach einer Erweiterung des Lehrplans der Schule 1954 änderte Berk den Namen zu Berklee School of Music nach seinem Sohn Lee Berk und in Anspielung auf den Namen der berühmten Universität Berkeley. Als die Schule 1973 ihre Akkreditierung erhielt, wurde der Name zu Berklee College of Music geändert. Der Sohn des Gründers und Namensgeber, Lee Berk, hat jedoch selbst nie Musik studiert.

Zu der Zeit ihrer Gründung konzentrierten sich fast alle Musikschulen hauptsächlich auf klassische Musik. Der ursprüngliche Zweck von Berklee war, eine formale Ausbildung in Jazz, Rock und anderer zeitgenössischer Musik anzubieten, die an anderen Musikschulen nicht vorhanden war.

Seit dem Herbstsemester 2006 müssen alle Studenten eine Aufnahmeprüfung bestehen, um die Zulassung zur Schule zu erhalten. Dies ist eine Abkehr vom Grundsatz der offenen Zulassung der Schule, den sie viele Jahre lang anwandte. Die Zulassungsquote am Berklee College belief sich im Jahre 2012 auf ca. 19%.[1] Die Aufnahmeprüfung kann auch an Partnereinrichtungen im Ausland abgelegt werden. Für den deutschen Sprachraum ist dies an den Jazz & Rock Schulen Freiburg möglich.

Studiengänge[Bearbeiten]

Das Berklee College bietet zwölf verschiedene Studiengänge an. Dies sind Aufführung, Komposition, Jazz-Komposition, Musik-Produktion und Technik, Filmmusik, Musik-Geschäft/Management, Musik-Synthese, Zeitgenössisches Schreiben und Produzieren, Musik-Ausbildung, Songwriting, Musiktherapie und Professionelle Musik.

Zu den Lehrern gehören oder gehörten Gary Burton, Steve Swallow, Joanne Brackeen, James Williams und Esperanza Spalding (die dort auch studierten).

Berühmte Ehemalige[Bearbeiten]

Berklee College of Music, Hintereingang

Die Schule kann eine Vielzahl prominenter Lehrer, Mitarbeiter, Gastkünstler und ehemaliger Studierender vorweisen. Darunter befinden sich etwa (Abschlussjahr in Klammern):

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Berklee College of Music – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Collegedata
  2. Berklee-Schüler wie Toshiko Akiyoshi kamen dort mit dem System bis in die 1960er Jahre in Kontakt. Das System wurde aber später nicht mehr in Berklee unterrichtet
  3. Reinhardt Haydn: HIM - His Infernal Majesty. Plexus Publishing, London 2007, ISBN 978-0-85965-392-3, S. 27, M. Paananen auch bekannt als Migé, besuchte einen Sommer lang das Berklee College of Music in Boston.

42.34669-71.088705Koordinaten: 42° 20′ 48″ N, 71° 5′ 19″ W