Cher Ami

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Cher Ami
(nach Taxidermie)

Cher Ami († 1919) war eine berühmte Brieftaube des United States Army Signal Corps in Frankreich zur Zeit des Ersten Weltkrieges.

Sie zählt neben dem Täuberich G.I. Joe zu den berühmtesten Brieftauben der Welt. Der Name „Cher Ami“ stammt aus dem Französischen und bedeutet Lieber, teurer Freund. Diese Phrase ist ein typischer Beginn eines französischen Briefes. Trotz des männlichen Namens war Cher Ami eine Täubin, wie bei der Taxidermie nach ihrem Tod festgestellt wurde.[1]

Cher Ami wurde von der US-amerikanischen Armee in der Nähe der französischen Stadt Verdun eingesetzt. Sie transportierte insgesamt zwölf wichtige Nachrichten. In ihrer letzten Mission wurde die Brieftaube an der Brust durch einen Schuss schwer verletzt. Trotzdem schaffte es Cher Ami ihre Nachricht zu überbringen. Diese Nachricht stammte von Major Charles Whittlesey der 77. Infanterie Division, dessen 9 Kompanien (The lost Bataillon) von den deutschen Truppen eingeschlossen waren und zeitweilig von der eigenen Artillerie beschossen wurden. Dank der Nachricht von Cher Ami konnten 194 Soldaten gerettet werden.

Für diesen Einsatz wurde der Taube feierlich die französische Kriegsauszeichnung Croix de Guerre verliehen. Im Jahre 1919 verstarb sie schließlich an ihren Wunden. Nach ihrem Tod erhielt die Brieftaube noch weitere Ehrungen, wie die Aufnahme in die Racing Pigeon Hall of Fame. Cher Ami wurde später präpariert und ist heute gemeinsam mit dem Hund Sergeant Stubby im National Museum of American History des Smithsonian Museums ausgestellt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Joeming Dunn & Benn Dunn: Cher Ami: WWI Homing Pigeon (Famous Firsts: Animals Making History). Looking Glass Library 2011, ISBN 978-161641639-3.

Verfilmung[Bearbeiten]

  • Fliegende Herzen (original Flying Home/2014) - von Dominique Deruddere, u.a. mit Jamie Dornan.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag von Cher Ami als "black check hen", US Army CECOM Historical Office