Christian Bobin

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Christian Bobin (* 24. April 1951 in Le Creusot) ist ein französischer Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Christian Bobin kam als Sohn eines Technischen Zeichners zur Welt.

Nach einem abgeschlossenem Philosophiestudium arbeitete er zuerst in der Städtischen Bücherei von Autun, dann im Museum von Le Creusot, um schließlich Redakteur der Revue Milieux zu werden.

Seine ersten Texte, die in ihrer Kürze charakteristisch sind, erschienen ab dem Jahre 1977. 1993 gewann er den französischen Literaturpreis Prix des Deux Magots für sein Werk Le Très-Bas.


Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1993 Prix des Deux Magots für "Le Très-Bas"
  • 1993 Grand prix catholique de littérature, in Deutsch der Große katholische Preis für Literatur

Werke[Bearbeiten]

  • Das Kind, der Engel und der Hund. Ein Roman über Franz von Assisi. Aus dem Französischen von Maria Otto. Herder, Freiburg im Breisgau 1994, ISBN 3-451-23463-7.
  • "Schlichte Verzauberung", Stuttgart 1992.
  • "Melusines Lächeln", Aus dem Französischen von Maike und Stephan Schuhmacher. ISBN 3-033-00040-1.
  • "Alle Welt hat zu tun", 2005 Rowohlt Tb. ISBN 978-3-499-24105-5.
  • "Alle Welt hat zu tun", Edition Spuren, 2002, ISBN 3-9521966-4-9.
  • "Freude-Funken", Edition Spuren, 2013, Aus dem Französischen von Maike und Stephan Schuhmacher. ISBN 378-3-905752-30-4

Kritiken[Bearbeiten]

„Christian Bobin hat die Gabe, Sorgen zu vertreiben und Sie zu bezaubern.“

Figaro über "Alle Welt hat zu tun"

„Christian Bobin ist ein Dichter des Gegenwärtigen, der unvergänglichen Gegenwart – ohne Pathos, ohne Dunkel. (...) allein dem Heute ist er zugewandt, dem Wundersamen im Augenblick ... Reine Stimme des Gegebenen – Sie erinnert an Rilke, Char, Julien und Gracq ... und ist doch nur sie selbst“

Libération über "Schlichte Verzauberung", Gedichte 1992

Zitate[Bearbeiten]

„Wenn man jemanden liebt, dann hat man ihm immer etwas zu sagen oder zu schreiben, bis in alle Ewigkeit.“

Christian Bobin

„Die Menschen? Ich sehe sie nicht. Und die Väter noch weniger. Und junge Paare noch weniger. Es ist so: Ich kann nur Frauen und die Kinder erkennen. Um ein Teil dieses Lebens zu sehen, muss man anfangen vieles davon zu vergessen“

Christian Bobin: "Autoportrait au radiateur" S.28

„Die Bücher von heute sind aus Papier. Die Bücher von gestern waren aus Haut. Die Bibel ist das einzige Buch aus Luft - eine Flut von Tinte und Wind. Ein unsinniges Buch, verirrt in seinem Sinn, ebenso verloren in seinen Blättern wie der Wind auf den Parkplätzen der Supermärkte, in den Haaren der Frauen, in den Augen der Kinder. Ein Buch, unmöglich in zwei ruhigen Händen zu halten, um bedächtig darin fortzulesen - es würde alsbald entschlüpfen, würde den Sand seiner Sätze zwischen den Fingern verrieseln lassen.“

Christian Bobin: in "Das Kind, der Engel und der Hund"

„Was ich an einer Person liebe ist nicht ihre Schönheit, ihr Reichtum oder ihre Intelligenz - sondern die Tiefgründigkeit des Bandes, welches sie an das Leben zu knüpfen vermochte.“

Christian Bobin

Weblinks[Bearbeiten]