Christine Oppitz-Plörer

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Christine Oppitz-Plörer (* 7. Juni 1968 in Innsbruck) ist eine österreichische Politikerin (Für Innsbruck, ÖVP) und seit dem 8. März 2010 Bürgermeisterin von Innsbruck.

Leben[Bearbeiten]

1986 legte sie ihre Matura am Wirtschaftskundlichen Realgymnasium der Ursulinen ab und besuchte anschließend bis 1988 die Handelsakademie in Innsbruck. Sie studierte Volkswirtschaftslehre; ihr Studium beendete sie 1993. Bei der Tiroler Landeskrankenanstalten GmbH war sie von 1996 bis 2002 beschäftigt und besuchte gleichzeitig ab 1999 einen Ausbildungslehrgang, den sie 2002 als Diplomierte Krankenhausbetriebswirtin abschloss.

Christine Oppitz-Plörer wurde im Jahr 2000 in den Gemeinderat von Innsbruck gewählt. Zuvor war sie seit 1994 Ersatzmitglied gewesen. Im Juni 2009 wurde sie zur zweiten Vizebürgermeisterin gewählt.[1] Am 8. März 2010 wurde sie als Nachfolgerin von Hilde Zach vom Gemeinderat zur Bürgermeisterin von Innsbruck gewählt.[2]

Am 29. April 2012 wurde Oppitz-Plörer - diesmal direkt - wiedergewählt.[3] Sie verlor mit ihrer liberal-konservativen Liste "Für Innsbruck" bei den Gemeinderatswahlen am 15. April 2012 mehr als sechs Prozent, stimmenstärkste Partei wurde die ÖVP unter Christoph Platzgummer. Bei der erstmals durchgeführten Bürgermeister-Direktwahl lag Oppitz-Plörer mit 31 Prozentpunkten nur knapp vor Platzgummer,[4] es war daher eine Stichwahl notwendig. Oppitz-Plörer ging nach dem ersten Wahlgang auf deutliche Distanz zur eindeutig Christoph Platzgummer unterstützenden Landes-ÖVP. Sie erklärte, sie habe sich mit den Grünen auf eine Koalition geeinigt. Eine Kooperation mit der FPÖ schloss sie im Gegensatz zu Platzgummer aus.[4] Nach dem Sieg in der Stichwahl schmiedete Oppitz-Plörer eine Koalition mit den Grünen und der SPÖ, die sich im Gemeinderat und im Stadtsenat auf eine Mehrheit stützen kann. Die Innsbrucker ÖVP wurde erstmals seit 1945 in die Opposition geschickt. Die großen Spannungen zwischen der Bürgermeisterin und der Landes-ÖVP führten dazu, dass Oppitz-Plörer der Sitz im Landesparteivorstand der ÖVP aberkannt und angekündigt wurde, dass die Für-Innsbruck-Mandatare nicht mehr Parteitagsdelegierte sein könnten. Der Parteiausschluss unterblieb aber.[5]

Oppitz-Plörer ist Mitglied der katholischen studentischen Damenverbindung AV Aurora Innsbruck.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mag. a Christine Oppitz-Plörer mit großen Mehrheit zur neuen Bürgermeisterin-Stellvertreterin gewählt
  2. Oppitz-Plörer zur Bürgermeisterin gewählt In: ORF online vom 8. März 2010
  3. Entscheidung im Bürgermeister-Duell In: ORF online vom 30. April 2012
  4. a b Der "Sündenfall" von Innsbruck - Tirol. DerStandard.at, abgerufen am 2. Juni 2012.
  5. Angelobung der Bürgermeisterin In: ORF online vom 18. Mai 2012
  6. http://www.av-aurora.at/34.aspx