Coober Pedy
| Coober Pedy | ||
| Staat: | ||
| Bundesstaat: | ||
| Gegründet: | 1915 | |
| Koordinaten: | 29° 1′ S, 134° 43′ O-29.016666666667134.71666666667Koordinaten: 29° 1′ S, 134° 43′ O | |
| Einwohner: | 1.695 (2011) [1] | |
| Zeitzone: | ACST (UTC+9:30) | |
| Postleitzahl: | 5723 | |
| LGA: | District Council of Coober Pedy | |
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| Coober Pedy | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Coober Pedy ist eine kleine Ortschaft mit etwa 1.700 Einwohnern in Südaustralien und liegt ca. 840 Kilometer nordwestlich von Adelaide direkt am Stuart Highway und ist Startpunkt des Anne Beadell Highway. Der Name „Coober Pedy“ ist eine englische Schreibweise des Aboriginal-Begriffs „kupa piti “ – was so viel heißt wie „weißer Mann im Loch“.
Inhaltsverzeichnis |
Die Opalminen[Bearbeiten]
Die Ortschaft nennt sich selbst „Opal-Hauptstadt der Welt“ und ist auch tatsächlich die größte Quelle dieser Edelsteine. Etwa drei Viertel aller weißen Opale weltweit werden in der näheren Umgebung von Coober Pedy gefunden. Heutzutage ist es verboten, innerhalb der Stadtgrenzen nach Opalen zu schürfen.
Im südlichen Teil des australischen Outback gelegen, ist es Hunderte von Kilometern von der nächsten Ansiedlung entfernt. Die extremen Sommertemperaturen und der Opal-Abbau haben dazu geführt, dass die meisten Einwohner in unterirdischen Wohnhöhlen, sogenannten „dugouts“, leben und in Minenschächten arbeiten.
Leben unter der Erdoberfläche[Bearbeiten]
Ursprünglich noch von Hand in die tonige Erde gegraben, oder auch in den Fels gesprengt, werden diese Wohnhöhlen inzwischen von sogenannten tunneling machines binnen kürzester Zeit aus der Erde gefräst oder auch räumlich erweitert. Die Eingänge liegen zumeist oberirdisch zur Straßenseite, und der eigentliche Wohnbereich in dahinterliegenden Erdhügeln.[3] Eine typische Höhlenwohnung mit drei Schlafzimmern, Wohnzimmer, Küche und Bad kann für einen Preis erstellt werden, der ungefähr mit dem eines oberirdischen Hauses vergleichbar ist. Sie hat eine angenehme und gleichbleibende Temperatur, während das Leben an der Oberfläche aufwändige Klimaanlagen erfordert. Besonders im Sommer können die Temperaturen bis auf über 40 °C steigen.
Weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Einen Besuch wert sind die Minen, der Friedhof und die unterirdischen Kirchen. Ebenso gibt es mehrere unterirdische Hotels mit unterschiedlichen Standards. Auf dem Golfplatz gibt es keinerlei Gras und die Golfer tragen kleine Rasenstücke als Ziele mit sich herum. An einem alten Warnschild vor dem örtlichen Kino-Saal lässt sich heute noch die Skurrilität der ursprünglichen Pionierzeiten ablesen: Das Mitbringen von Dynamitstangen in den Vorführraum ist strengstens untersagt!
Die Gegend direkt um Coober Pedy diente als Kulisse für die Filme Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel und Pitch Black – Planet der Finsternis, auch Teile von Priscilla – Königin der Wüste wurden in und um Coober Pedy gedreht.
Der Ort hat einen Flugplatz, von dem aus Flüge zu den Anna Creek Painted Hills unternommen werden können.
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Opalisiertes Belemnitenrostrum aus der Oberkreide von Coober Pedy, ca. 95 Mio. Jahre alt
Berühmte Persönlichkeiten[Bearbeiten]
Die mit Abstand legendärste Figur in Coober Pedy war der deutschstämmige Crocodile Harry (richtiger Name: Baron Arvid von Blumental). Seine Höhle liegt etwas außerhalb von Coober Pedy. In das Gästebuch müssen sich Frauen mit rotem und Männer mit blauem Stift eintragen. An den Wänden und Decken hängt Damenunterwäsche, und zahllose Fotos zeugen von seiner bewegten Jugendzeit. Arvid von Blumental starb am 13. Oktober 2006.
Filme mit Coober Pedy als Drehort[Bearbeiten]
Fire in the Stone, Wo die grünen Ameisen träumen, Ground Zero, Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel, Die Jugger – Kampf der Besten, Stark, Priscilla – Königin der Wüste, Bis ans Ende der Welt, Siam Sunset, Pitch Black, Red Planet, Kangaroo Jack, The Opal Dream
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Australian Bureau of Statistics: Coober Pedy (State Suburb) (Englisch) In: 2011 Census QuickStats. 21. Juni 2012. Abgerufen am 24. Oktober 2012.
- ↑ Bureau of Meteorology, Australia: Klimainformationen Coober Pedy. World Meteorological Organization, abgerufen am 6. April 2012.
- ↑ Coober Pedy Underground Homes: "Dugouts"(engl.)