Crêuza de mä

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Crêuza de mä ist ein 1984 von dem italienischen Liedermacher Fabrizio de André aufgenommenes Studio-Album. Mit dieser LP wandte sich de André ausgehend vom Liedermacher-Sound der 1970er Jahre der damals aufkommenden World Music zu. Während die Texte komplett aus der Feder von de André sind, ist die Musik zu größeren Teil von Mauro Pagani (Ex-Sänger der Progressive Rock Band Premiata Forneria Marconi) komponiert.

Sämtliche Lieder sind im alten Dialekt von de Andrés Heimatstadt Genua (lange Zeit ein souveräner, maritim ausgerichteter Stadtstaat) gesungen, Crêuza de mä ist die dortige Bezeichnung für die gewundenen und von Natursteinmauern gesäumten Wege, die zum Meer runterführen. Die Texte kreisen um das frühere Hafenmilieu von Genua und erzählen von Seeleuten, Prostituierten und Gestrandeten. Es werden aber auch historische Begebenheiten aus verschiedenen Winkeln des Mittelmeerraums aufgegriffen, wie etwa die Geschichte des genuesischen Freibeuters Scipione Cicala, der erst in spanischen Diensten stand und dann nach Gefangennahme durch die Türken als Cigalazade Yusuf Sinan Pascha Karriere auf osmanischer Seite machte, oder das Schicksal der libanesischen Hafenstadt Sidon im Libanonkrieg 1982. Auch musikalisch fließen auf diesem Album Traditionen aus dem ganzen Mittelmeerraum zusammen. So werden auch typische mediterrane Instrumente verwendet wie die süditalienische Mandoline, die griechische Bouzouki und die arabische Oud.

Eine Crêuza de mä an der ligurischen Küste

Titelliste[Bearbeiten]

  1. Crêuza de mä - 6:16
  2. Jamin-a - 4:52
  3. Sidún - 6:25
  4. Sinàn Capudàn Pascià - 5:32
  5. Â pittima - 3:43
  6. Â duménega - 3:40
  7. D'ä mê riva - 3:04