Darmparasitose

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Klassifikation nach ICD-10
A07 Sonstige Darmkrankheiten durch Protozoen
B82.0 Intestinale Helminthose, nicht näher bezeichnet
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Als Darmparasitose bezeichnet man den Befall des Darmtraktes durch Parasiten wie Würmer (s. Wurmerkrankung) oder Protozoen (etwa bestimmte Flagellaten und Amöben). Diese Parasiten gelangen typischerweise durch Schmierinfektion in den Darmtrakt, indem sie dann in manchen Fällen lange Zeit überleben können. Dabei treten oft unspezifische Beschwerden bis hin zu schweren Durchfallerkrankungen (etwa bei Entamoeba histolytica) auf.

Ursache[Bearbeiten]

Ursächlich beim Menschen sind (humanpathogene) Protozoen des Darmes[1] wie Giardia intestinalis, Dientamoeba fragilis, Entamoeba histolytica, Entamoeba coli, Endolimaxana, Blastoystis hominis, Cryptosporidium, Cyclospora, Sarcocystis und Isospora belli, oder Würmer[2], die den Darm befallen, wie Schistosoma mansoni, S. haematobium, Fasciola hepatica, Fasciolopsis buski, Dicrocoelium dendriticum, Clonorchis, Dipyllobothrium latum, Taenia, Ascaris lumbricoides und Trichuris trichiura.

Entstehung[Bearbeiten]

In erster Linie erfolgt die Infektion über den Mund durch mangelhafte Hygiene. Ungewaschenes Obst oder ungekochte Speisen gehören dazu. Das Waschen der Hände mit Seife vor jeder Nahrungsaufnahme sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Aber einige der oben genannten Krankheitserreger können auch über die Haut bei Baden in verseuchtem Wasser oder bei Barfußlaufen über den Boden in den Köper gelangen.

Klinische Erscheinungen[Bearbeiten]

Die klinische Erscheinung ist oft unspezifisch, häufige Symptome sind Bauchschmerz, Brennen beim Wasser lassen, chronische Müdigkeit, Durchfall, Übelkeit, Nachtschweiß, Muskelkrämpfe, Juckreiz (insbesondere auch in Anal- und Schambereich), Schwäche, Muskel- und Gelenkschmerz.

Behandlung[Bearbeiten]

Vor jeder Behandlung ist es notwendig, den Erreger zu eruieren. Die Therapie richtet sich spezifisch nach dem Erreger.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Fritz. H. Kayser: Medizinische Mikrobiologie Thieme Stuttgart 2001, S. 526
  2. Fritz. H. Kayser: Medizinische Mikrobiologie Thieme Stuttgart 2001, S. 568